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Kindeswohlgefährdungen: Deutschlandweiter Höchststand!

Zahl akuter Kindeswohlgefährdungen in Schleswig-Holstein gestiegen

Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht: Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben die Jugendämter im Jahr 2022 bei fast 62.300 Kindern oder Jugendlichen (+ 4 %) eine Kindeswohlgefährdung durch Vernachlässigung, psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt festgestellt.

Auch in Schleswig-Holstein stieg die Zahl akuter Kindeswohlgefährdungen 2022 um fast 4 % auf 951 Fälle.

„Das ist erschreckend. Dahinter steht großes Leid von Kindern. Und diese Zahl beleuchtet nur das Hellfeld – die Dunkelziffer dürfte deutlich größer sein“, ordnet Irene Johns, Landesvorsitzende des Kinderschutzbund Schleswig-Holstein, ein. Das heißt, es muss dringend mehr getan werden: „Wir müssen den Schutz von Kindern weiter stärken“, so Irene Johns.

„Dass körperliche Verletzungen eine Form von Gewalt sind, ist mittlerweile allen klar – aber auch Vernachlässigung und seelische Gewalt schadet Kindern massiv und nachhaltig. Um auch die Öffentlichkeit stärker zu sensibilisieren, hält der Kinderschutzbund SH eine landesweite Kampagne über körperliche, sexuelle, seelische Gewalt und Vernachlässigung und zur Verfügung stehende Hilfen für dringend notwendig. „Kinderschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe! Unser aller Ziel muss es sein, für ein gutes und gesundes Aufwachsen von Kindern in Schleswig-Holstein zu sorgen“, betont Irene Johns.


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