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Aktuelle Stunde zur PISA-Studie 2026

Bildungsbiografien in den Blick nehmen – Kinderschutzbund SH fordert mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit

Mit Blick auf die aktuelle Stunde im schleswig-holsteinischen Landtag zum Thema „PISA - Bildung braucht Priorität“ erklärt der Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein: „Die PISA-Ergebnisse zeigen erneut, was wir als Kinderschutzbund seit Jahren kritisieren: In Deutschland entscheidet die soziale Herkunft überdurchschnittlich stark über den Bildungserfolg. Wer hier gegensteuern will, muss früh ansetzen, und zwar in der Kita bei der frühkindlichen Bildung“, betont Susanne Günther, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Landesverband SH. „Frühkindliche Bildung in Kitas ist die essenzielle Grundlage für Bildungsbiografien. Hier werden entscheidende Weichen gestellt für Sprachentwicklung, soziale Kompetenzen, Lernerfolge und vieles mehr. Eventuelle Beeinträchtigungen können hier frühzeitig erkannt und bestenfalls gleich behoben werden. Frühe Förderung kann damit viele spätere Probleme von vornherein vermeiden. Kinder aus benachteiligten Familien profitieren dabei bewiesenermaßen am stärksten von hoher Kita-Qualität. Ab hier muss Chancengerechtigkeit deshalb ganz besonders im Fokus sein“, so Susanne Günther.

In Schleswig-Holstein lebt gemäß aktuellen Erhebungen jedes fünfte Kind in Armut oder ist von Armut betroffen. „Genau da müssen wir angesichts der PISA-Ergebnisse ganz besonders hinschauen“, mahnt die Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes Landesverband SH. Dass erste Kita- und Gruppenschließungen vor dem Hintergrund sinkender Kinderzahlen bereits in Planung oder umgesetzt seien, gehe in diesem Zusammenhang zum Beispiel in die falsche Richtung. „Jetzt ist der Zeitpunkt, Strukturen zu halten, um erreichte Standards in Kitas zu sichern, punktuelle Qualitätssenkungen zurückzunehmen, systematisch an Qualitäten wie beispielsweise der Umsetzung der Bildungsleitlinien zu arbeiten und Kitas als das zu etablieren, was sie sein müssen: Bildungseinrichtungen, die wirklich jedem Kind die gleichen Chancen bieten. Jetzt heißt es dranbleiben und eine starke Basis für die Bildung von Kindern und Jugendlichen schaffen“, fordert Susanne Günther.


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