Menu

Weltkindertag
in Schleswig-Holstein

Kinderrechte umsetzen

kinderleicht!

Was bedeutet Beteiligung von Kindern und Jugendlichen?

Der Deutsche Kinderschutzbund setzt sich dafür ein, dass alle Kinder und Jugendlichen ernst genommen und an allen sie betreffenden Entscheidungen in der Familie, Kita, Schule und in der Politik beteiligt werden.

Gelebte Partizipation ist wichtig

  • Gelebte Partizipation heißt, Kinder und Jugendliche ihrem Alter und ihrem Entwicklungsstand entsprechend an allen Angelegenheiten, die sie betreffen, zu beteiligen.
Mehr Info >>

Bessere Rahmenbedingungen

  • Formal ist die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen in Schleswig-Holstein zwar bereits sehr weit fortgeschritten formuliert und geregelt. Bei der Umsetzung hapert es oft.
Mehr Info >>

Kinderrechte ins Grundgesetz

  • Die Berücksichtigung des Kinderwillens, also die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, gilt als eines der vier allgemeinen Prinzipien der UN-Kinderrechtskonvention.
Mehr Info >>

Die UN-Kinderrechtskonvention

Seit 1989 ist das „Übereinkommen über die Rechte der Kinder der Vereinten Nationen“ (UN-Kinderrechtskonvention) formuliert und soll für alle Kinder weltweit Geltung haben.
Artikel 12 widmet sich der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Sie haben das Recht in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, unmittelbar oder durch einen Vertreter oder eine geeignete Stelle gehört zu werden. Die Meinung des Kindes muss angemessen und entsprechend seines Alters und seiner Reife berücksichtigt werden.

Artikel 1

Geltung für das Kind; Begriffsbestimmung

Artikel 2

Achtung der Kindesrechte; Diskriminierungsverbot

Artikel 3

Wohl des Kindes

Artikel 4

Verwirklichung der Kinderrechte

Artikel 5

Respektierung des Elternrechts

Artikel 6

Recht auf Leben

Artikel 7

Geburtsregister, Name, Staatsangehörigkeit

Artikel 8

Identität

Artikel 9

Trennung von den Eltern, persönlicher Umgang

Artikel 10

Familienzusammenführung, grenzüberschreitende Kontakte

Artikel 11

Rechtswidrige Verbringung von Kindern ins Ausland

Artikel 12

Berücksichtigung des Kinderwillens

Artikel 13

Meinungs- und Informationsfreiheit

Artikel 14

Gedanken-, Wissens- und Religionsfreiheit

Artikel 15

Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit

Artikel 16

Schutz der Privatsphäre und Ehre

Artikel 17

Zugang zu den Medien; Kinder und Jugendschutz

Artikel 18

Verantwortung für das Kindeswohl

Artikel 19

Schutz vor Gewaltanwendung, Misshandlung, Verwahrlosung

Artikel 20

Von der Familie getrennt lebender Kinder; Pflegefamilie; Adoption

Artikel 21

Adoption

Artikel 22

Flüchtlingskinder

Artikel 23

Förderung behinderter Kinder

Artikel 24

Gesundheitsvorsorge

Artikel 25

Unterbringung

Artikel 26

Soziale Sicherheit

Artikel 27

Angemessene Lebensbedingungen; Unterhalt

Artikel 28

Recht auf Bildung, Schule, Berufsausbildung

Artikel 29

Bildungsziele, Bildungseinrichtungen

Artikel 30

Minderheitenschutz

Artikel 31

Beteiligung an Freizeit, kulturellem und künstlerischem Leben; staatliche Förderung

Artikel 32

Schutz vor wirtschaftlicher Ausbeutung

Artikel 33

Schutz vor Suchtstoffen

Artikel 34

Schutz vor sexuellem Missbrauch

Artikel 35

Maßnahmen gegen Entführung und Kinderhandel

Artikel 36

Schutz vor sonstiger Ausbeutung

Artikel 37

Verbot von Folter, Todesstrafe, lebenslanger Freiheitsstrafe; Rechtsbeistandschaft

Artikel 38

Schutz bei bewaffneten Konflikten; Einziehung zu den Streitkräften

Artikel 39

Genesung und Wiedereingliederung geschädigter Kinder

Artikel 40

Behandlung des Kinder in Strafrecht und Strafverfahren

Artikel 41 bis 54

Umsetzung in den Vertragsstaaten

Offener Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel

Kinderrechte ins Grundgesetz!

Fast ein Vierteljahrhundert nach Inkrafttreten der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland steht die Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz noch immer aus.

In einem Offenen Brief fordert der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, die Vorsitzende der CDU, Bundeskanzlerin Angela Merkel, auf, ihren großen Einfluss geltend zu machen, damit noch in dieser Legislaturperiode eine Änderung des Grundgesetzes zustande kommen kann.

Den Offenen Brief mit Formulierungsvorschlag für die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz finden Sie hier:

Download (PDF)
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Übereinkommen über die Rechte des Kindes

UN-Kinderrechtskonvention im Wortlaut mit Materialien

Laden Sie hier die Broschüre: Übereinkommen über die Rechte des Kindes VN-Kinderrechtskonvention im Wortlaut mit Materialien (PDF) vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend herunter.
Die Broschüre gibt einen tieferen und ausführlichen Einblick in die Bestimmungen der UN-Kinderrechtskonvention

Download (PDF)
Deutscher Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein e.V.

Wir beteiligen Kinder. Partizipation ernst genommen – immer und überall!

Laden Sie hier die Broschüre: Resolution: Wir beteiligen Kinder – Partitizipation ernst genommen – immer und überall! (PDF) vom Deutschen Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein e.V. herunter.

Download (PDF)

117781

Kinder
unter 6 Jahren in Schleswig-Holstein

380200

Schülerinnen und Schüler
an allgemein- und berufsbildenden Schulen in Schleswig-Holstein

465843

Kinder und Jugendliche
unter 18 Jahren Jahren in Schleswig-Holstein

Wichtige Stimmen

  • “Wer glaubt, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sei lediglich ein Wohlfühlthema, liegt falsch. Denn moderner Kinderschutz bedeutet auch: Wir müssen die Perspektive der Kinder und Jugendlichen kennen und wir müssen die Perspektive der Kinder und Jugendlichen berücksichtigen.”

    Irene Johns / Landesvorsitzende DKSB SH

  • “Schleswig-Holstein ist dabei auf einem guten Weg, der bundesweit Beachtung findet. Mein herzlicher Dank geht daher in erster Linie an die Kinder und Jugendlichen: Sie engagieren sich vorbildlich und tragen aktiv dazu bei, ihr Umfeld und unsere Gesellschaft besser zu gestalten!”

    Kristin Alheit / Ministerin für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein

  • “Es ist wichtig, Kinder und Jugendliche zu beteiligen, um eine zukunftsorientierte Gesellschaft zu ermöglichen. Außerdem werden sie so auch als Erwachsene mehr Interesse an der Mitgestaltung des Gemeinwesens haben. Wir freuen uns, dass wir durch unsere Unterstützung dazu beitragen können, auf die Rechte von Kindern aufmerksam zu machen.”

    Reinhard Boll / Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein

  • “Das Recht auf Beteiligung wird in Deutschland im gesamten Bildungssystem, aber auch in der Jugendhilfe, nicht genügend beachtet. Eine konsequente Beteiligung der Kinder an allen ihren Angelegenheiten ist nicht nur eine gute Schule der Demokratie, sondern auch ein wunderbares pädagogisch-didaktisches Mittel und die Grundlage kindgerechter, guter Entscheidungen.”

    Heinz Hilgers / Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes Bundesverband

  • “Ich bin selbst mit vielen Beteiligungsmöglichkeiten aufgewachsen und habe mich darüber immer gefreut. Die Sicht meiner Generation zu visualisieren ist auch ein großer Teil meiner Arbeit in der Filmproduktion. Deshalb gefällt es mir sehr, mich hier im Jugendrat des Kinderschutzbundes einzubringen.”

    Moritz Boll (22 Jahre) / Mitglied im Jugendrat

  • “Ich möchte mich politisch für Kinder und Jugendliche engagieren. Und ich möchte etwas verändern, der Jugendrat ist dafür interessant.”

    Emma Gatena (15 Jahre) / Mitglied im Jugendrat

  • “Ich habe gute Erfahrungen mit der Jury für den KJT-Plakatwettbewerb gemacht. Der Jugendrat ist etwas Neues und eine tolle Möglichkeit, meine Meinung einzubringen und etwas zu bewirken.”

    Ewin Abdi (15 Jahre) / Mitglied im Jugendrat

  • Irene Johns
    Foto: DKSB-SH
  • Kristin Alheit
    Foto: Olaf Bathke
  • Reinhard Boll
    Foto: Sparkasse
  • Heinz Hilgers
    Foto: DKSB
  • Moritz Boll
    Foto: Boll
  • Emma Gatena
    Foto: DKSB-SH
  • Ewin Abdin
    Foto: DKSB-SH

Beispielhaft

Beteiligung von Kindern in den Kinderhäusern BLAUER ELEFANT

In den Kinderhäusern BLAUER ELEFANT wird die Beteiligung von Kindern von Beginn an konsequent umgesetzt, sei es in einem festen Rahmen wie einem Kinderparlament oder aber ganz praktisch im Alltag bei Fragen der Gestaltung des Außengeländes oder dem Motto des nächsten Sommerfestes.
Im Kinderhaus BLAUER ELEFANT in Ahrensburg entsteht gerade ein neues Projekt „Mitarbeiter-Zeugnisse“, mehrere Kinder zusammen bewerten Mitarbeiter nach definierten Kriterien wie „Kann Kinder gut verstehen, kann Witze erzählen, kann zuhören oder Ordnung halten“. Nach gründlicher Diskussion, die meist mit großem Ernst und sehr gewissenhaft geführt werden, verständigen die Kinder sich, und sie vergeben auch gerne motivierende „Plus“ als Extra.

„Dieses Beispiel ist aus dem Alltag mit den Kindern entstanden und wir erproben es noch. Bei diesem und auch anderen Beteiligungsprojekten stellen wir immer wieder fest: die Kinder übernehmen sehr gerne Verantwortung und füllen sie auch aus. Denn Kinder helfen sehr gern. Wir Erwachsenen müssen den Kindern etwas zutrauen, sie enttäuschen dieses Vertrauen nicht. Im Kinderhaus Blauer Elefant des Kinderschutzbundes stehen Kinder und Familien im Mittelpunkt. Daher werden die Kinder bei allen Entscheidungen, die sie betreffen, umfassend beteiligt“.
So beschreibt Ingo Loeding, Geschäftsführer des DKSB-Kreisverbandes Stormarn mit drei Kinderhäusern BLAUER ELEFANT, das Selbstverständnis.

BLAUER ELEFANT >>

Fragen zum Thema?