20.02.2020 11:54

Senkung der Schulkosten

Kinderschutzbund SH fordert Fortschritte bei der Senkung der Schulkosten

KIEL Der Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein unterstützt den für die Landtagssitzung am 21.2.20 geplanten Antrag des SSW zur Fortschreibung des Berichtes zur ‚Lernmittelfreiheit in Schleswig-Holstein / Erhebung zu den Anteilen der Eltern an den schulischen Bildungskosten ihrer Kinder sowie Erhebung zu den Kosten-Anteilen der Schulträger pro Schüler/in und Schuljahr‘. „Statt Stillstand brauchen wir endlich ein ernstzunehmendes Vorankommen beim Thema Schulkosten-Senkung. Eine Weiterführung der Datenerhebung und Berichtführung bietet einmal mehr eine aussagekräftige Argumentationsgrundlage und bringt uns hoffentlich einen Schritt weiter auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit durch Lernmittelfreiheit“, begrüßt die Landesvorsitzende Irene Johns den geplanten Tageordnungspunkt. 

Bereits seit 2013 weist der DKSB LV SH auf die belastende Kostensituation von Eltern schulpflichtiger Kinder in Schleswig-Holstein hin und 2015 konnte ein Landtagsbeschluss zur wissenschaftlichen Erhebung der Schulkosten erwirkt werden. Die daraufhin von der Landesregierung in Auftrag gegebene Studie hat 2016 bestätigt, dass die Kosten für die schulische Bildung von Kindern insbesondere für Eltern mit keinem oder geringem Einkommen zu hoch seien.[1] Die in der Folge vom Bildungsausschuss initiierten Gespräche mit Expertinnen und Experten waren abgeschlossen, bereits im Frühjahr 2017 hat der Bildungsausschuss entsprechende Empfehlungen ausgesprochen. „Die Dringlichkeit der Lage ist damit längst klar – der Änderungsbedarf ist deutlich formuliert. Jetzt ist es zwar wichtig, die Datenerhebung weiterhin fortzusetzen, um Entwicklungen zu dokumentieren. Aber es ist auch höchste Zeit, daraus endlich die notwendigen Konsequenzen zu ziehen und eine konkrete Umsetzung zur Kostenreduktion abzuleiten“, fordert die Landesvorsitzende Irene Johns als weiteres Vorgehen. „Es ist nicht länger hinnehmbar, dass viele Kinder und Jugendliche immer noch auf ihrem Bildungsweg benachteiligt werden, weil ihre Eltern sich die Ausgaben rund um den Schulbesuch schlichtweg nicht leisten können“, mahnt Johns.



[1] Vgl. Schleswig-Holsteinischer Landtag – Drucksache 18/4685 vom 27.09.2016



Zurück