13.09.2021 09:27

Mobiler Platz der Kinderrechte

Mobiler Platz der Kinderrechte auf Tour durch Schleswig-Holstein

Nächster Halt in Henstedt-Ulzburg in der Bücherei

KIEL/Henstedt-Ulzburg Der Mobile Platz der Kinderrechte des Kinderschutzbundes LV SH verließ am 12. November 2019 mit Verabschiedung durch den Schirmherrn, Landtagspräsident Klaus Schlie, und der DKSB-Landesvorsitzenden, Irene Johns, das Landeshaus in Kiel und macht ab heute (10. September 2021) für eine Woche Halt in der Bücherei in Henstedt-Ulzburg. Auf gemeinsame Einladung der Gemeinde Henstedt-Ulzburg und des Ortsverbandes Kinderschutzbund Henstedt-Ulzburg wird der Mobile Platz der Kinderrechte, eine transportable Litfaßsäule, auf die Kinderrechte aufmerksam machen und viele Informationen bereithalten. „Wo der Mobile Platz der Kinderrechte steht, ist nicht zu übersehen: Wir in Schleswig-Holstein setzen uns dafür ein, dass Kinderrechte mit allen Beteiligungs-, Förder- und Schutzrechten sowie dem Vorrang des Kindeswohls Verfassungsrealität werden. Ein starkes Zeichen für alle Kinder – nicht nur in Henstedt-Ulzburg und in Schleswig-Holstein, sondern in ganz Deutschland“, sagte Marion Marx, stellvertretende Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes in Schleswig-Holstein, zur Übergabe des mobilen Platzes der Kinderrechte in Henstedt-Ulzburg.

Bürgermeisterin Ulrike Schmidt sagte zur Eröffnung: „Die Corona-Pandemie hat uns eindrücklich vor Augen geführt, dass den Belangen von Kindern bei politischen Entscheidungen noch mehr Bedeutung beigemessen werden muss. Deshalb ist die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz so elementar wichtig. Ich freue mich, dass der mobile Platz für Kinderrechte in Henstedt-Ulzburg Station macht und viele Informationen zu diesem wichtigen Thema für Jung und Alt bereithält.“  

„Wir freuen uns sehr, dass der Mobile Platz der Kinderrechte an einer so zentralen Stelle in der Gemeinde Kinder und ihre Rechte sichtbar macht. Die Zeit in der Gemeindebücherei ist ein guter Anfang, um Kindern und ihren Rechten in Henstedt-Ulzburg dauerhaft mehr Gehör und Sichtbarkeit zu geben“, erklärte Sylvie Manke, DKSB-Vorsitzende in Henstedt-Ulzburg.

 

Kreispräsident Claus Peter Dieck betonte: „Im vergangenen Jahr diskutierte die Öffentlichkeit und Politik weitgehendst über junge Menschen, aber nicht mit ihnen. Kinder und Jugendliche brauchen Räume, in denen ihre Ängste und Sorgen ernst genommen werden, ihre Ideen gehört und aufgegriffen werden. Sie müssen in den sie betreffenden Entscheidungen mitgenommen werden. Wir brauchen auch in Zeiten von Corona und zukünftig verstärkt Möglichkeiten der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Alltag, in den Institutionen und in den Verwaltungs- und Politikstrukturen. Daher unterstütze ich die Forderung, dass Kinderrechte mit allen Beteiligungs-, Förder- und Schutzrechten sowie dem Vorrang des Kindeswohls gesetzlich noch stärker verankert werden.“

„Die schleswig-holsteinischen Sparkassen sind langjähriger Partner des Kinderschutzbundes und begleiten die Maßnahmen rund um das Thema Kinderrechte schon seit einigen Jahren. Wir machen dies gerne und aus tiefer Überzeugung. Kinder verdienen unsere besondere Aufmerksamkeit und unseren Schutz. Unser Anliegen ist es, dass Kinder ihre Rechte kennen und sich ihrer bewusst sind. Denn: Nur wer seine eigenen Rechte kennt, ist in der Lage, sich für sich, aber auch für andere einzusetzen“, begründet Christin Schmidt, Leiterin der Sparkasse in Henstedt-Ulzburg das Engagement der schleswig-holsteinischen Sparkassen.

Unterstützt durch die Orts- und Kreisverbände des Kinderschutzbundes wandert der Mobile Platz der Kinderrechte vom Landtag aus durch schleswig-holsteinische Kommunen. Eröffnet wurde der Mobile Platz der Kinderrechte feierlich am 20. September 2019 im Kieler Landeshaus mit der Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung „Zeit für Kinderrechte“ durch Klaus Schlie, dem zweiten Schirmherrn des Mobilen Platzes der Kinderrechte, Familienminister Dr. Heiner Garg, und Irene Johns. Als temporäre Aktion soll der Mobile Platz der Kinderrechte über die Rechte der Kinder aufklären und so sensibilisieren, zum anderen gibt er Städten die Chance, ein klares Zeichen zu setzen. Nächste Stationen werden Norderstedt und Bad Segeberg sein. Partner der Aktion sind die Sparkassen in Schleswig-Holstein.

In Schleswig-Holstein gibt es auf Initiative des Kinderschutzbundes bereits in Elmshorn, Pinneberg, Ratzeburg und Rendsburg dauerhaft einen Platz der Kinderrechte, dafür wurden jeweils gut sichtbare Plätze in den Städten um die Bezeichnung „Platz der Kinderrechte“ erweitert bzw. wie in Pinneberg offiziell umbenannt.


Von links: Christin Schmidt (Filialleiterin Sparkasse Henstedt-Ulzburg), Claus Peter Dieck (Kreispräsident Segeberg), Syvie Manke (DKSB Vorsitzende Henstedt-Ulzburg), Ulrike Schmidt (Bürgermeisterin), Marion Marx (stellv. DKSB Landesvorsitzende)

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