13.08.2020 13:31

Mobiler Platz der Kinderrechte

Neuer Halt in Rendsburg in der Sparkasse

KIEL/RENDSBURG Der Mobile Platz der Kinderrechte des Kinderschutzbundes Landesverband SH macht ab heute (13. August 2020) für vier Wochen auf gemeinsame Einladung der Stadt Rendsburg und des Rendsburger Kinderschutzbundes Halt in der Kundenhalle („S-Treffpunkt“) der Rendsburger Sparkasse. Seit September 2019 macht die transportable Litfaßsäule an verschiedenen Orten auf Kinderrechte aufmerksam und stellt vielfältige Informationen bereit.

„Wo der Mobile Platz der Kinderrechte steht, ist nicht zu übersehen: Wir in Schleswig-Holstein setzen uns dafür ein, dass Kinderrechte mit allen Beteiligungs-, Förder- und Schutzrechten sowie dem Vorrang des Kindeswohls Verfassungsrealität werden. Ein starkes Zeichen für alle Kinder – nicht nur in Rendsburg und dem restlichen Schleswig-Holstein, sondern in ganz Deutschland“, sagte Irene Johns zur Übergabe des Mobilen Platzes der Kinderrechte in Rendsburg. Wegen der Corona-Pandemie musste der Mobile Platz der Kinderrechte mehrere Monate mit seiner Tour durch Schleswig-Holstein pausieren. „Junge Menschen haben zu Recht darauf hingewiesen, dass ihre Sicht und ihre Bedürfnisse in der Corona-Zeit zu wenig berücksichtigt wurden. Dies zeigt jedoch deutlich, wie wichtig die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz ist“, so Irene Johns weiter.

Bürgermeister Pierre Gilgenast bekannte bei der Eröffnung zu den Kinderrechten: „Seit 1995 nimmt der Kinderschutzbund als Kinderbeauftragter die Vertretung der Interessen der Kinder und Jugendlichen in unserer Stadt wahr. Den Mobilen Platz der Kinderechte sehen wir nun als Wegmarke für das bisher in Rendsburg für Kinder, Jugendliche und ihre Familien Erreichte und als Ansporn, einen festen Platz der Kinder in Rendsburg gemeinsam mit den weiteren politischen Entscheidungsträger*innen zu benennen.“  

Sozialminister Dr. Heiner Garg, gemeinsam mit Landtagspräsident Klaus Schlie Schirmherr des Mobilen Platzes der Kinderrechte, erklärte: „Der mobile Platz der Kinderrechte ist eine hervorragende Unterstützung für all diejenigen, die sich schon lange dafür einsetzen, dass Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden. Er macht Kinderrechte deutlich sichtbar, ist informativ und lädt zum gedanklichen Austausch und zum Mitmachen ein. Junge Menschen, die dadurch angesprochen werden, sich engagieren und ihre Rechte wahrnehmen: Das brauchen wir in einer lebendigen Demokratie!“

„Wir freuen uns sehr, dass der Mobile Platz der Kinderrechte an einer so zentralen Stelle in der Stadt Kinder und ihre Rechte sichtbar macht. Die Ausstellung in Rendsburg ist ein guter Anfang, um Kindern und ihren Rechten in unserer Stadt mehr Sichtbarkeit zu geben“, richtete Horst Reibisch, DKSB-Vorsitzender in Rendsburg, seinen Blick in Richtung Zukunft.

„Die schleswig-holsteinischen Sparkassen sind langjähriger Partner des Kinderschutzbundes und begleiten die Maßnahmen rund um das Thema Kinderrechte schon seit einigen Jahren. Wir machen dies gerne und aus tiefer Überzeugung. Kinder verdienen unsere besondere Aufmerksamkeit und unseren Schutz. Unser Anliegen ist es, dass Kinder ihre Rechte kennen und sich ihrer bewusst sind. Denn: Nur wer seine eigenen Rechte kennt, ist in der Lage, sich für sich, aber auch für andere einzusetzen“, begründet Dr. Sören Abendroth, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mittelholstein AG, das Engagement der schleswig-holsteinischen Sparkassen.

Unterstützt durch die Orts- und Kreisverbände des Kinderschutzbundes wandert der Mobile Platz der Kinderrechte vom Landtag aus durch schleswig-holsteinische Kommunen. Eröffnet wurde der Mobile Platz der Kinderrechte feierlich am 20. September im Kieler Landeshaus mit der Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung „Zeit für Kinderrechte“ durch Klaus Schlie, Dr. Heiner Garg, und Irene Johns. Als temporäre Aktion soll der Mobile Platz der Kinderrechte über die Rechte der Kinder aufklären und so sensibilisieren, zum anderen gibt er Städten die Chance, ein klares Zeichen zu setzen. Nächste Stationen werden sein Heide, Flensburg und Neumünster. Partner der Aktion sind die Sparkassen in Schleswig-Holstein.

In Schleswig-Holstein gibt es auf Initiative des Kinderschutzbundes bereits in Elmshorn, Pinneberg und Ratzeburg einen Platz der Kinderrechte, dafür wurden jeweils gut sichtbare Plätze in den Städten um die Bezeichnung „Platz der Kinderrechte“ erweitert bzw. wie in Pinneberg offiziell umbenannt.


3 Schüler*innen der Schule am Ochsenweg, Standort Westerrönfeld, Bürgermeister Pierre Gilgenast, Horst Reibisch, Irene Johns, Familienminister Heiner Garg und Dr. Sören Abendroth (von links) Foto DKSB LVSH/Pat Scheidemann

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