13.12.2019 09:48

Landtagsdebatte

Kinderschutzbund lehnt Original Play ab – wirksamer Kinderschutz durch Schutzkonzepte und Beratung

KIEL Anlässlich des Alternativantrags der regierungstragenden Fraktionen zu „Original Play“ (Drucksache 19/1893) erklärt Irene Johns, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Landesverband Schleswig-Holstein: „Wir begrüßen ausdrücklich die ablehnende Haltung der Landesregierung zu Original Play. Jedes pädagogische Handeln sollte die Rechte, Interessen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen im Zentrum haben. Dass dies bei Original Play der Fall ist, daran bestehen berechtigte Zweifel. Kinder sind keine Objekte, sie sind eigenständige Subjekte. Pädagogik muss den Kindern dienen, nicht den Erwachsenen.“

Im Umgang mit Körperlichkeit scheinen viele Fachkräfte verunsichert zu sein und benötigen daher Unterstützung für ihr fachliches Handeln. Ein Baustein dafür ist die Entwicklung von Schutzkonzepten, zu der Kitas und andere Einrichtungen verpflichtet sind, das regelt das Bundeskinderschutzgesetz. Dazu gehören Möglichkeiten zur Supervision und zu kollegialer Beratung, die Träger der Einrichtungen und ihre Leitungen haben dies sicherzustellen. „Wir halten die ablehnende Haltung der Landesregierung in Schleswig-Holstein zu Original Play für richtig und fordern eine Stärkung der Einrichtungen, indem Schutzkonzepte und Beratungsstrukturen in Kitas sowie anderen Einrichtungen noch stärker verankert werden“, so Irene Johns weiter.



Zurück