28.11.2019 20:12

Kita-Reform

Kindertagesförderung

KIEL Im Hinblick auf die geplanten Anpassungen beim Gesetzentwurf zur KiTa-Reform begrüßt der Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein, dass der Schutz des Kindes jetzt einen deutlich erhöhten Stellenwert hat. „Unser Drängen auf die klare Festlegung der Unzulässigkeit von körperlichen Bestrafungen, seelischen Verletzungen und anderen entwürdigenden Maßnahmen hatte Erfolg und das Recht auf gewaltfreie Erziehung wird damit ausdrücklich benannt“, freut sich Landesvorsitzende Irene Johns. „Durch die Aufnahme in die Fördervoraussetzungen drohen damit bei Verstoß nicht nur heimaufsichtsrechtliche, sondern auch förderrechtliche Konsequenzen – das ist ein wichtiger Aspekt für den Kinderschutz“, so Johns. 

Auch die Umsetzung des Änderungsbedarfs der Träger in Sachen Leitungsfreistellung und Verfügungszeiten stößt beim DKSB LV SH auf Zuspruch. „Die Erhöhungen sind notwendige Maßnahmen zur Verbesserung der frühkindlichen Förderung. Dabei muss aber Im Blick behalten werden, dass, wie im Falle von Sachkosten zu Verfügungszeiten, Gelder nicht einfach nur verschoben werden und damit an anderer Stelle etwas für die Kinder fehlt“, sagt die Landesvorsitzende. „Was wir natürlich nach wie vor vermissen, ist die Beitragsfreiheit von Kindertagesstätten statt nur der bisher geplanten Deckelung der Beitragskosten: frühkindliche Förderung als Basis für den späteren Bildungserfolg muss für alle zugänglich sein – ohne jede finanzielle Hürde. Bildungs- und Teilhabechancen dürfen nicht von der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Eltern abhängen – so wird Armut erblich“, mahnt Irene Johns.

Der Reformprozess sei noch lange nicht abgeschlossen, deshalb begrüße die Landesvorsitzende auch die geplante Evaluation der Wirkweise des KiTa-Gesetzes von Seiten der Landesregierung. „Das ist notwendig, um die Kindertagesförderung stetig weiter verbessern zu können“, betont Johns. Sie gibt dabei zu bedenken, dass die Evaluation extern begleitet werden sollte. „Wir verfolgen alle dasselbe Ziel – eine stetige Verbesserung der Bildungschancen für die Kinder in Schleswig-Holstein“, betont die DKSB-SH Vorsitzende Irene Johns.



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