11.12.2019 09:34

Kita-Reform

DKSB LV SH sieht Kindertagesförderung trotz Gesetzesänderung als anhaltenden Reformprozess

KIEL Anlässlich der für morgen (12.12.19) geplanten Verabschiedung des Gesetzentwurfes zur KiTa-Reform durch den Landtag hebt der Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein erneut den damit erhöhten Stellenwert des Kinderschutzes im Land hervor. „Unser Drängen auf die klare Festlegung der Unzulässigkeit von körperlichen Bestrafungen, seelischen Verletzungen und anderen entwürdigenden Maßnahmen hatte Erfolg und das Recht auf gewaltfreie Erziehung wird dadurch ausdrücklich benannt“, freut sich Landesvorsitzende Irene Johns. „Durch die Aufnahme in die Fördervoraussetzungen drohen somit bei Verstoß nicht nur heimaufsichtsrechtliche, sondern auch förderrechtliche Konsequenzen – das ist ein wichtiger Aspekt für den Kinderschutz“, bestätigt Johns noch einmal.

Auch die Umsetzung des Änderungsbedarfs der Träger in Sachen Leitungsfreistellung und Verfügungszeiten stößt beim DKSB LV SH auf anhaltenden Zuspruch. „Die Erhöhungen sind notwendige Maßnahmen zur Verbesserung der frühkindlichen Förderung. Dabei muss aber Im Blick behalten werden, dass, wie im Falle von Sachkosten zu Verfügungszeiten, Gelder nicht einfach nur verschoben werden und damit an anderer Stelle etwas für die Kinder fehlt“, sagt die Landesvorsitzende. „Was wir natürlich nach wie vor vermissen, ist die Beitragsfreiheit von Kindertagesstätten statt nur der bisher geplanten Deckelung der Beitragskosten: frühkindliche Förderung als Basis für den späteren Bildungserfolg muss für alle zugänglich sein – ohne jede finanzielle Hürde. Bildungs- und Teilhabechancen dürfen nicht von der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Eltern abhängen – so wird Armut erblich“, mahnt Irene Johns zum wiederholten Mal.

Der Reformprozess sei noch lange nicht abgeschlossen, deshalb begrüße die Landesvorsitzende auch die geplante Evaluation der Wirkweise des KiTa-Gesetzes von Seiten der Landesregierung. „Das ist notwendig, um die Kindertagesförderung stetig weiter verbessern zu können“, betont Johns. Sie gibt dabei zu bedenken, dass die Evaluation extern begleitet werden sollte. „Wir verfolgen alle dasselbe Ziel – eine stetige Verbesserung der Bildungschancen für die Kinder in Schleswig-Holstein“, betont die DKSB-SH Vorsitzende Irene Johns.



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