08.06.2021 09:13

Kinderrechte ins Grundgesetz

Kinderschutzbund LVSH verurteilt gescheiterte Verankerung im Grundgesetz

Das Scheitern der abschließenden Verhandlungen zur Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz stößt beim Kinderschutzbund auf maßlose Enttäuschung. „Ein deprimierendes Signal für Kinder und Familien in Deutschland“, findet der Präsident des Bundesverbandes des Kinderschutzbundes Heinz Hilgers und sieht den im Rahmen der Corona-Pandemie entstandenen Eindruck, dass Kinder in der Politik keine hohe Priorität hätten, auch im Umgang mit den Kinderrechten bestätigt.

Die Regierungsparteien haben in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, Kinderrechte explizit ins Grundgesetz aufzunehmen. „Ich bin fassungslos, dass diese Chance jetzt einfach vertan wurde“, kritisiert auch die Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein Irene Johns. „Der Kinderschutzbund wird auch weiterhin mit ganzer Kraft dafür kämpfen, dass die Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden. Denn nur wenn Schutz, Förderung und Beteiligung von Kindern sowie der Vorrang des Kindeswohls gesetzlich festgeschrieben sind, werden sie zum festen Bestandteil des politischen Denkens und Handelns. Daran sollte jeder auch im Hinblick auf die kommenden Wahlen denken: eine zukünftige Regierung muss die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz zu Ende führen“, fordert Irene Johns.



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