22.05.2019 14:19

70 Jahre Grundgesetz

 

70 Jahre Grundgesetz:

Ohne Kinderrechte nicht in bester Verfassung

 

Zum 70ten Jahrestag des Inkrafttretens des Grundgesetzes am 23.05.2019 fordert der Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein, dass die Kinderrechte in vollem Umfang in die Verfassung aufgenommen werden - mit sämtlichen Schutz-, Förder- und Beteiligungsrechten sowie dem Vorrang des Kindeswohls.

 

 

„Indem wir die Kinderrechte im Grundgesetz festschreiben, stärken wir die Rechtsposition von Kindern und Jugendlichen“, erklärt Irene Johns, Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes. „Politik und Verwaltung müssten dann bei allen Entscheidungen, die Kinder und Jugendliche betreffen, prüfen, ob deren Interessen ausreichend berücksichtigt wurden und ihre Rechte gewahrt sind.“  

 

 

Eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern will im Herbst einen Vorschlag vorlegen, wie Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden sollen. Der Kinderschutzbund hatte dafür gemeinsam mit anderen im Aktionsbündnis Kinderrechte ins Grundgesetz bereits vor Jahren einen neu zu schaffenden Artikel 2a für das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland formuliert.

 

 

„Wenn Kinder und ihre Rechte fehlen, dann kommen Kinder lediglich als Rechtsobjekte und nicht als Rechtssubjekte in der Verfassung vor. Wenn die Verfassung die Seele unserer Demokratie ist, dann ist diese Seele ohne die Rechte der Kinder nicht komplett“, sagtIrene Johns.

 

Der Kinderschutzbund hat es sich zum Ziel gesetzt, mit vielfältigen Aktionen die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen stärker bekannt zu machen und zu fördern. Der Verband spricht sich deshalb auch für eine Absenkung des Wahlalters auf 14 Jahre aus.

 



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