20.01.2021 15:32

Harter Lockdown

Lockdown-Verlängerung: Kinderschutzbund SH fordert mehr Unterstützung für arme Kinder und Jugendliche

Der Kinderschutzbund Schleswig-Holstein warnt angesichts des verlängerten Lockdowns bis zum 14. Februar 2021 und der damit verbundenen anhaltenden Schließung von Schulen und Kindertagesstätten vor einer zunehmenden Verschärfung der Lebenssituation armer Kinder und Jugendlicher. „Es geht hier für die Kinder nicht nur um den einschneidenden Verlust von sozialen Kontakten, Tagesstruktur, Bildungs- oder Sportangeboten, sondern vor allem auch um die ganz elementare tägliche Versorgung“, betont die Landesvorsitzende des DKSB SH Irene Johns. „Denn für einkommensschwache Familien fällt mit der Verlängerung des Lockdowns noch einmal für vier Wochen das beitragsfreie Mittagessen in Kita und Schule weg. Das muss umgehend und möglichst unbürokratisch ausgeglichen werden, denn die betroffenen Familien müssen die ausfallenden Mahlzeiten jetzt ersetzen, bzw. Lebensmittel einkaufen können“, fordert Johns.

Zudem bedeute das verpflichtende Tragen von OP- oder FFP2- Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften eine weitere ernstzunehmende finanzielle Belastung für einkommensschwache Familien, fügt Irene Johns hinzu.

„Die Politik ist gefordert für finanziell besonders belastete Familien kurzfristige Hilfen bereit zu stellen. Die temporäre Übernahme der Kita-Gebühren und der Betreuungskosten an Grundschulen durch das Land Schleswig-Holstein ist hier ein wichtiger erster Schritt. Doch weitere müssen folgen, wie zum Beispiel die direkte Auszahlung der zurzeit eingesparten subventionierten Mittagessen an die Eltern von anspruchsberechtigten Kindern und Jugendlichen, sowie die Verteilung kostenloser OP- oder FFP2- Masken an Familien mit geringem Einkommen“, schlägt die DKSB LV SH-Vorsitzende Johns vor. 

„Von Armut betroffene Kinder und Jugendliche sind ohnehin schon in vielem benachteiligt – wir müssen alles dafür tun, dass sie durch die Corona-Pandemie nicht noch weiter belastet werden“, mahnt Irene Johns.



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