26.09.2019 08:03

Gesundheitsschutz für Kinder

Kinderschutzbund SH fordert Rauchfreiheit für eine gesunde Entwicklung von Kindern

KIEL Der Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein unterstützt die am Freitag, den 27.9.19 im Landtag geplanten Entwürfe zur Änderung des Gesetzes zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens. „Für eine gesunde Entwicklung unserer Kinder, ist es notwendig, dass sie rauchfrei aufwachsen können. Das gilt natürlich auch für öffentliche Orte wie Spielplätze“, mahnt die Landesvorsitzende Irene Johns. „Eine gesetzliche Vorgabe ist dabei ein wichtiges und auch notwendiges Hilfsmittel, um mit dem nötigen Nachdruck an das gesellschaftliche Gewissen zu appellieren, dass das Wohl der Kinder Vorrang hat“, begrüßt Johns den Vorstoß. Das Gleiche gelte für den Schutz der Kinder vor Passivrauchen im Auto. Hierzu bringe Schleswig-Holstein auch zusammen mit anderen Bundesländern eine Gesetzesinitiative im Bundesrat ein, erinnert die Landesvorsitzende.

Der Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein setzt sich schon lange für die Stärkung des Nichtraucherschutzes von Kindern und Jugendlichen ein. „Bei Heranwachsenden ist das Risiko ernsthafter gesundheitlicher Schädigungen durch das Passivrauchen bekanntlich besonders hoch, da ihr Körper sich noch in der Entwicklung befindet“, betont Irene Johns. Zudem hätten Kinder eine höhere Atemfrequenz und könnten Giftstoffe schlechter abbauen, was zur Folge habe, dass sie die Schadstoffe des Tabakqualms in deutlich höherer Konzentration aufnähmen als Erwachsene. „Passivrauchende Kinder erkranken unter anderem häufiger an Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, Asthma oder andere Atemwegserkrankungen. Das ist unvereinbar mit dem UN-Kinderrecht auf ein gesundes Aufwachsen! Wir müssen Kinder und Jugendliche wirksamer vor Tabakrauch schützen – wenn möglich sogar an allen öffentlichen Plätzen, an denen sich auch Kinder aufhalten, so wie es bereits in Schweden gesetzlich durchgesetzt worden ist“, fordert Irene Johns.



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