06.02.2020 08:40

Gesundheitsschutz für Kinder

Rauchfreiheit ist notwendig für eine gesunde Entwicklung von Kindern!

KIEL Der Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein begrüßt, dass sich der Sozialausschuss in seiner heutigen Sitzung (06.02.2020) mit dem Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Gesetzes zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens beschäftigt. „Ein rauchfreies Aufwachsen ist dringend notwendig für die gesunde Entwicklung unserer Kinder. Das schließt natürlich öffentliche Spielplätze und andere öffentliche Orte, an denen sich Kinder und Familien aufhalten, ein“, mahnt die Landesvorsitzende Irene Johns. „Eine gesetzliche Vorgabe würde es endlich ermöglichen, ein gesundes Aufwachsen von Kindern auch im öffentlichen Raum zu stärken“, begrüßt Johns die Diskussion. Der Schutz der Kinder vor Passivrauchen müsse zudem auch an vergleichbaren von Familien frequentierten Orten, wie zum Beispiel Tier- oder Freizeitparks, sichergestellt werden, mahnt die Landesvorsitzende.

So macht es zum Beispiel der HANSA-PARK in Sierksdorf vor. Die Geschäftsführung hat hier bereits eine Raucherregelung eingeführt. Das Parkgelände ist dadurch prinzipiell rauch- und dampffrei. Ausnahme sind die Raucherinseln. „Gerade in Zeiten des ökologischen Umdenkens und Neuausrichtens ist es wichtig, sich bewusst zu sein, dass auch der Mensch und hierbei insbesondere die Kinder ein Teil der Umwelt und damit besonders schützenswert sind. Die konsequente Ausweitung des Nichtraucherschutzes muss in der Folge von der Gesellschaft und der Politik umgesetzt werden“, begründet Claudia Leicht, Mitglied der Geschäftsführung, den Schritt und fügt hinzu: „Voraussichtlich bedeutet das auch für den HANSA-PARK die Abschaffung der letzten Raucherinseln und die Festsetzung eines kompletten Rauchverbots.“

Der Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein setzt sich schon lange für die Stärkung des Nichtraucherschutzes von Kindern und Jugendlichen ein. „Da sich der Körper von Heranwachsenden noch in der Entwicklung befindet, ist das Risiko ernsthafter gesundheitlicher Schädigungen durch das Passivrauchen für sie bekanntlich besonders hoch“, betont Irene Johns. Zudem hätten Kinder eine höhere Atemfrequenz und könnten Giftstoffe schlechter abbauen, wodurch sie die Schadstoffe des Tabakqualms in deutlich höherer Konzentration aufnähmen als Erwachsene. „Wir wissen, dass passivrauchende Kinder unter anderem häufiger an Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, Asthma oder anderen Atemwegserkrankungen erkranken. Deshalb müssen wir gemäß dem UN-Kinderrecht auf ein gesundes Aufwachsen Kinder und Jugendliche unbedingt wirksamer vor Tabakrauch schützen! Wenn möglich sogar an allen öffentlichen Plätzen, an denen sich auch Kinder aufhalten, so wie es bereits in Schweden gesetzlich durchgesetzt worden ist“, fordert Irene Johns.



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