Platz der Kinderrechte

Platz der Kinderrechte

Wie können die Kinderrechte sichtbar werden? In Schleswig-Holstein und auch bundesweit gibt es in immer mehr Städten einen „Platz der Kinderrechte“. Jeweils auf Initiative des Kinderschutzbundes vor Ort ist der Platz der Kinderrechte ein gutes Zeichen dafür, wie ernst eine Stadt die Rechte der Kinder und ihre Umsetzung nimmt. In Schleswig-Holstein sind seit 2018 in Elmshorn, in Pinneberg und zuletzt in Ratzeburg Plätze für Kinderrechte eingeweiht worden.

Zum zeitlich begrenzten Ausprobieren eines Platzes der Kinderrechte hat der Kinderschutzbund Landesverband die Idee des Mobilen Platzes der Kinderrechte entwickelt. Herzstück ist eine transportable Litfaßsäule, die über die Kinderrechte informiert. Seinen ersten Einsatz hat der Mobile Platz der Kinderrechte seit dem diesjährigen Weltkindertag am 20. September im Rahmen einer Feierstunde im Kieler Landeshaus. Dort sensibilisiert die Installation für zwei Monate für die Kinderrechte, bevor der Mobile Platz der Kinderrechte ab Ende November vom Landeshaus aus durch die schleswig-holsteinischen Kommunen wandert, um als temporäre Aktion z.B. in Rathäusern zu wirken.

Weitere Plätze für Schleswig-Holstein sind in Planung!


Der erste Platz der Kinderrechte, Weltkindertag 2018

 
Auf Initiative des Kinderschutzbundes hat die Stadt Elmshorn mit ihren politischen Gremien sowie der Verwaltung im April 2018 die Einrichtung des „Platzes der Kinderrechte“ beschlossen. Somit war der Weg frei für den ersten Platz der Kinderrechte in Schleswig-Holstein, der mit einem fröhlich-lauten Kinderfest vor der Nikolaikirche eingeweiht wurde. Lautstark warben Kinder und weitere Anwesende mit Trillerpfeifen für die Umsetzung der Kinderrechte. Aktuell engagieren sich mehrere Orts- und Kreisverbände des Kinderschutzbundes in Schleswig-Holstein dafür, dass auch in ihrer Region ein Platz der Kinderrechte eröffnet wird. Wir freuen uns auf viele weitere öffentliche und sichtbare Zeichen dafür, wie ernst Politik und Öffentlichkeit die Kinderrechte und deren Umsetzung nehmen!

Feierliche Einweihung mit Elmshorner Kita-Kindern, Irene Johns, Cordula Lasner-Tietze und Volker Hatje

Platz der Kinderrechte in Pinneberg, 15. September 2019

Im Rahmen des Pinneberger Kindertages 2019 wurde der Platz der Kinderrechte eingeweiht, indem der Drosteiplatz in „Platz der Kinderrechte“ umbenannt wurde. Gemeinsam eröffneten Bürgermeisterin Urte Steinberg mit Marlene Theuerkorn, Vorstand des Pinneberger Kinderschutzbundes, und Irene Johns, Landesvorsitzendes des Kinderschutzbundes, den Platz der Kinderrechte in Pinneberg.


Einweihung des in Platz der Kinderrechte umbenannten Pinneberger Drosteiplatzes

Platz der Kinderrechte in Ratzeburg, Weltkindertag 2019

Im Rahmen des jährlich stattfindenen Drachenfestes konnte am diesjährigen Weltkindertag auch in Ratzeburg ein Platz der Kinderrechte eingeweiht werden. Initiator war der Kreisverband Herzogtum-Lauenburg des Kinderschutzbundes.


Seit dem Weltkindertag gibt es nun auch in Ratzeburg einen Platz der Kinderrechte

Mobiler Platz der Kinderrechte, Weltkindertag 2019

Zum Weltkindertag unterzeichneten Landtagspräsident Klaus Schlie, Sozialminister Dr. Heiner Garg und DKSB-Vorsitzende Irene Johns eine gemeinsame Erklärung „Zeit für Kinderrechte“, in der sich Schleswig-Holstein zur vollumfänglichen Umsetzung der UN-Kinderrechte mit der Aufnahme ins Grundgesetz bekennt.


Enthüllten den Mobilen Platz der Kinderrechte: Landtagsvizepräsidentin Annabell Krämer, Sozialminister Dr. Garg, Irene Johns. Foto DKSBLVSH/Frank Molter

Mobiler Platz der Kinderrechte - Die Tour durch SH beginnt

Der Mobile Platz für Kinderrechte des Kinderschutzbundes LV SH verließ am 12. November das Landeshaus und geht auf Schleswig-Holstein-Tour. Schirmherr und Landtagspräsident Klaus Schlie begleitete zusammen mit der DKSB LV SH-Vorsitzenden Irene Johns den Abbau der transportablen Litfaßsäule, auf der sich zahlreiche Politiker in Bild und Text zu Kinderrechten bekannt haben, und schickt sie auf den Weg zur nächsten Station nach Wedel.

„Kinderrechte müssen immer und überall ernstgenommen werden – nicht nur hin und wieder und an bestimmten Orten. Dafür ist der mobile Platz der Kinderrechte ein hervorragendes Symbol. Er ist ein kleiner Leuchtturm, der nicht nur über die Rechte von Kindern informiert, sondern sie auch unübersehbar macht. Ich freue mich, dass die Litfaßsäule nach einem erfolgreichen Auftakt im Landeshaus jetzt durch Schleswig-Holstein tourt und sich auf den Weg macht zu einer kinderfreundlicheren Gesellschaft“, sagt Klaus Schlie zur Verabschiedung der Kinderschutzbund-Aktion.


DKSB-Vorsitzende Irene Johns und Landtagspräsident Klaus Schlie transportierten den Mobilen Platz der Kinderrechte eigenhändig aus dem Landtag (Foto DKSBLVSH/Frank Molter)

Mobiler Platz der Kinderrechte in Wedel - November 2019

Das Rathaus in Wedel war die erste Station nach dem Landeshaus für den Mobilen Platz der Kinderrechte. Neben Bürgermeister Niels Schmidt und Irene Johns sprachen auch die Vorsitzende des Kinderschutzbundes Wedel Bonny Redelstorff und Heiko Westphal, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse Wedel.


Eröffneten den Mobilen Platz der Kinderrechte im Rathaus Wedel: Heiko Westphal, Niels Schmidt, Irene Johns, Bonny Redelstorff und Mitglieder des Kinder- und Jugendrates. Foto Stadt Wedel/Kamin

Der Halt in Rendsburg - August 2020

In Rendsburg präsentierte sich der Mobile Platz der Kinderrechte wegen der Corona-Einschränkungen statt im Rathaus in der Sparkasse. Herzlichen Dank für die Gastfreundschaft!
Schirmherr Familienminster Dr. Heiner Garg eröffnete gemeinsam mit den weiteren Akteur*innen den Mobilen Platz der Kinderrechte. Es sprachen Schüler*innen der Grundschule am Ochsenweg, DKSB-Landesvorsitzende Irene Johns, Bürgermeister Pierre Gilgenast, DKSB-Vorsitzender in Rendsburg Horst Reibisch und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Mittelholstein Dr. Sören Abendroth.


3 Schüler*innen der Schule am Ochsenweg, Standort Westerrönfeld, Bürgermeister Pierre Gilgenast, Horst Reibisch, Irene Johns, Familienminister Heiner Garg und Dr. Sören Abendroth (von links) Foto DKSB LVSH/Pat Scheidemann

Der Halt in Heide - September 2020

In Heide macht der Mobile Platz der Kinderrechte ebenfalls wegen der Corona-Einschränkungen statt im Rathaus in der Sparkasse Halt. Herzlichen Dank für die Gastfreundschaft!
Schirmherr Landtagspräsident Klaus Schlie ließ es sich nicht nehmen, die Eröffnung am Vortag des Weltkindertages 2020 mitzugestalten. Außerdem sprachen die beiden Schülerinnen Kaja Lilli Scheel und Frida Luise Hassepaß, DKSB-Landesvorsitzende  Irene Johns, Bürgermeister Oliver Schmidt-Gutzat, Kreispräsidentin Ute Borwieck-Dethlefs und der Vorstandsvertreter der Sparkasse Westküste Thorben Tams.


(von links): Ute Borwieck-Dethlefs, Frida-Luise Hassepaß, Oliver Schmidt-Gutzat, Kaja Lilli Scheel, Friedrich Theurer, Schirmherr Klaus Schlie, Irene Johns, Thorben Tams (Foto SpGV SH/Oke Jens)

Hintergrundinformation: "Kinderrechte ins Grundgesetz"

Die Vereinten Nationen beschlossen 1954, unter anderem die Rechte der Kinder zu stärken. 1989 formulierten die Vereinten Nationen die UN-Kinderrechtskonvention, 1992 gilt die UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland – in Teilen auch ohne weitere Umsetzung – als innerstaatliches Recht. Als sogenannte self executing-Norm ist sie unmittelbar anwendbar. Das Land Schleswig-Holstein nahm 2010 die Kinderrechte- allerdings ohne das Recht auf Beteiligung - in die Landesverfassung auf.

Der Deutsche Kinderschutzbund fordert im Aktionsbündnis für Kinderrechte gemeinsam mit UNICEF und dem Deutschen Kinderhilfswerk sowie in Kooperation mit der Deutschen Liga für das Kind die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz. Das Aktionsbündnis Kinderrechte schlägt dem Deutschen Bundestag und dem Deutschen Bundesrat vor, die Rechte der Kinder in einem neu zu schaffenden Artikel 2a in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufzunehmen:

(1) Jedes Kind hat das Recht auf Förderung seiner körperlichen und geistigen Fähigkeiten zur bestmöglichen Entfaltung seiner Persönlichkeit.

(2) Die staatliche Gemeinschaft achtet, schützt und fördert die Rechte des Kindes. Sie unterstützt die Eltern bei ihrem Erziehungsauftrag.

(3) Jedes Kind hat das Recht auf Beteiligung in Angelegenheiten, die es betreffen. Seine Meinung ist entsprechend seinem Alter und seiner Entwicklung in angemessener Weise zu berücksichtigen.

(4) Dem Kindeswohl kommt bei allem staatlichen Handeln, das die Rechte und Interessen von Kindern berührt, vorrangige Bedeutung zu.

Aktionsbündnis Kinderrechte-ins-Grundgesetz (seit 2007): www.kinderrechte-ins-grundgesetz.de

Auf Initiative des Kinderschutzbundes hat die Stadt Elmshorn mit ihren politischen Gremien sowie der Verwaltung im April 2018 die Einrichtung des „Platzes der Kinderrechte“ beschlossen. Somit war der Weg frei für den ersten Platz der Kinderrechte in Schleswig-Holstein, der mit einem fröhlich-lauten Kinderfest vor der Nikolaikirche eingeweiht wurde. Lautstark warben Kinder und weitere Anwesende mit Trillerpfeifen für die Umsetzung der Kinderrechte. Aktuell engagieren sich mehrere Orts- und Kreisverbände des Kinderschutzbundes in Schleswig-Holstein dafür, dass auch in ihrer Region ein Platz der Kinderrechte eröffnet wird. Wir freuen uns auf viele weitere öffentliche und sichtbare Zeichen dafür, wie ernst Politik und Öffentlichkeit die Kinderrechte und deren Umsetzung nehmen!