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Plön, 02.03. 2017

Neuntägige Fortbildung Traumapädagogik in der Kita

Modul 1: 2. bis 4. März 2017
Modul 2: 27. bis 29. April 2017
Modul 3: 23. Mai und 15. Juni 2017
Modul 4: 13. Juli 2017

jeweils 9.00 bis 16.00 Uhr 
in Plön

Einführung in die neuntägige Fortbildung

Eine Kita ist ein Lern- und Entwicklungsort für alle Kinder.

Besonders die Kinder, die durch traumatische Ereignisse und chronische Stress­erfahrungen in ihrer Entwicklung gefährdet sind, brauchen in hohem Maße die Kita als sicheren Ort.

Häufig sind jedoch gerade die engsten Bezugspersonen, die Eltern, durch ihre eigenen hochbelasteten Biographien nicht in der Lage, ihre Kinder bei der Bewältigung von traumatischen Ereignissen ausreichend zu unterstützen.

Ereignisse, wie

●  Krieg, Gewalt, Flucht,

●  sexueller Missbrauch,

●  emotionale und körperliche Vernachlässigung,

●  Verlassenheit in den ersten Lebensjahren sowie

●  Trennungs-, Verlust- und schmerzüberflutende Erfahrungen,

überfordern die kindliche Verarbeitungsfähigkeit und können zu Verhaltens- und Entwicklungsstörungen führen. Das Spektrum dieser (Un-)Auffälligkeiten und Störungen ist vielfältig. Umso wichtiger werden dann qualifizierte pädagogische Angebote für hochbelastete und traumatisierte Kinder, die einen sicheren Ort schaffen und die Sorgeberechtigten fachlich qualifiziert einbeziehen können. Durch die richtige Deutung des Verhaltens ist eine Fachkraft (oder andere Bezugsperson) in der Lage, angemessen zu reagieren.

Die Umsetzung traumapädagogischer Erkenntnisse beginnt mit dem Abrücken von Förderung in der Kita als primärem Ziel, zugunsten einer traumapädagogischen Haltung von Beruhigung und Orientierung, die sich konsequent an der Pädagogik des guten Grundes für schwieriges Verhalten orientiert.

Traumapädagogisches Verständnis und Handeln kann betroffenen Kindern helfen, angemessene emotionale und soziale Stabilität zu erleben.

Diese Stabilität ist die Grundvoraussetzung für Lernen und Entwicklung. Dafür brauchen besonders junge Kinder verbindliche und verlässliche Erwachsene an ihrer Seite, die ihnen Sicherheit und Orientierung geben können.

TiK-SH will genau diese Fachlichkeit von pädagogischen Fachkräften entwickeln, stärken und unterstützen.

TiK-SH (neuntägig)

Die neuntägige Fortbildung „Traumapädagogik in der Kita“ will die TeilnehmerInnen befähigen, sowohl eine persönliche und fachliche Sicherheit im Umgang mit hoch­belasteteten und traumatisierten Kindern zu entwickeln, wie auch eine traumasensible Haltung in ihren Kita-Teams nachhaltig zu implementieren und somit Ansprechpartner für dieses Thema im eigenen Team zu werden.

Gerade der alltägliche Umgang mit traumatisierten Kindern führt häufig zu einer starken Belastung der MitarbeiterInnen, die wiederum dazu führt, dass sich pädagogische Handlungskompetenzen verengen.

Um in Belastungssituationen hilfreich für die Kinder zu bleiben und die Selbstfürsorge zu beachten, kann es hilfreich sein, das Gespräch mit traumafachlichen KollegInnen zu suchen, um dort menschliche und fachliche Annahme und Orientierung zu erhalten.

Das Lernen in dieser Fortbildung soll auf zwei Ebenen stattfinden:

1. Ich lerne für mich persönlich und fachlich, wie ich Kinder unterstützen kann.

2. Ich lerne, wie ich mein Team oder einzelne KollegInnen unterstützen kann und meine Erkenntnisse aus der Traumapädagogik mit meinem Team teilen kann.

Voraussetzung dafür die die Bereitschaft, traumapädagogisches Wissen in die eigene Handlungskompetenz zu integrieren. Persönliche Sicherheit in der Begegnung mit traumatischen Belastungen zu entwicklen, bedarf eines sensiblen Blickes auf sich selbst. Somit sind Selbsterfahrungsprozesse unerlässlich und Selbstreflexion ist daher ein wichtiger Bestandteil dieser Fortbildung.

Neben theoretischem Wissen sollen Kleingruppenarbeit, Rollenspiele und Hausaufgaben, das Wissen und die Erfahrung der TeilnehmerInnen die Weiterbildung bereichern.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer zur Fortbildung (PDF-Datei).


Ort:

Akademie am See
Koppelsberg 7
24306 Plön


Zielgruppe:
Fachkräfte aus Kindertagesstätten und Familienzentren


Teilnahmegebühr:
166,50 € inkl. Tagesverpflegung

ReferentInnen:
Teresa Siefer, Wibke Jörgensen, Jahan Mortezai (Tag 4)

Um sich anzumelden klicken Sie bitte hier.


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