Über uns

Der Jugendrat

Den Jugendrat des Kinderschutzbundes gibt es seit 2017. In neuer Zusammensetzung seit 2019 arbeiten nun Emma (18), Lorenzo (18) und Emily (17) mit. Die drei gehen in Kiel zur Schule.

Vor Kurzem haben die Drei in einem Interview Rede und Antwort gestanden.

 

Warum engagierst Du Dich für den Jugendrat? Was hat Dich zum Kinderschutzbund geführt?

EMMA: Ich arbeite im Kinder- und Jugendbeirat Kiel und beschäftige mich dort bereits mit den Kinderrechten.Beispielsweise habe ich die Veranstaltung „Kiel für Kinderrechte“ am Internationalen Tag der Kinderrechte 2019 mitorganisiert. Ich möchte mich hier weiter vertiefend mit den Kinderrechten beschäftigen.

Welche Themen interessieren Dich als Jugendbeirat besonders?

EMILY : Ich finde es sehr wichtig, dass Kinder als Träger eigener Rechte und eben nicht als „nur Kinder“ wahrgenommen werden. Ich finde es nicht okay, dass Kindern angemessene Selbstbestimmung oder auch Beteiligung verwehrt werden. Dass Kinder ein Recht auf Mitbestimmung haben, müsste bekannter werden, dann könnte man noch etwas erreichen. Und das ist mir ziemlich wichtig, nicht „nur“ Kind zu sein.

Was habt ihr als nächstes als Jugendrat vor?

LORENZO: Wir wollen Kinderrechte für Jugendliche ab der 9. Klassenstufe in die Schule bringen. Wir wollen eine Unterrichtseinheit zu denjenigen Kinderrechten entwickeln, von denen wir glauben, dass sie in Schule am meisten vorkommen und am besten zur Vermittlung geeignet sind, das entwickeln wir gerade. Damit wollen wir unseren Wunsch im ersten Schritt umsetzen, die Kinderrechte bekannter zu machen.

Welcher Artikel ist euch am wichtigsten?

EMMA: Für mich ist es Artikel 2, das Diskiminierungsverbot, weil ich es enorm wichtig finde, dass niemand ausgegrenzt wird. Und ich finde, dass dafür immer noch viel zu wenig getan wird. Ob es jetzt Mobbing in der Schule ist oder Diskriminierung durch die anhaltende Disparität in der Verteilung der Kinder aus unterschiedlichen Bildungsmilieus auf die Schultypen.

EMILY: Artikel 8, Recht auf Identität, das ist mir ziemlich wichtig. Da steht drin, dass die Identität des Kindes geachtet wird. Ich finde es wichtig, dass man darauf guckt, dass jedes Kind individuell anders ist.

LORENZO: Also bei mir ist es Artikel 12, Berücksichtigung des Kindeswillens. Ich bin mit dem aktuellen Stand der Kinderrechte nicht zufrieden. Es ist zwar ein guter Ansatz, aber es folgen keine Konsequenzen bei Nichteinhaltung. Bei Artikel 12 finde ich es ganz gut, dass es so schwammig ausgedrückt ist, das kann dann nämlich alles bedeuten, dass das Kind bei einer Gerichtsverhandlung gefragt werden soll oder auch so etwas wie Partizipation in der Politik, in der Schule.

Die Fragen stellte Nina Becker, Koordinatorin des Jugendrates.

 

Kontakt zum Jugendrat
Telefon/WhatsApp: 0160 - 672 17 62
 
Ansprechpartnerin in der Landesgeschäftsstelle
Nina Becker
Dipl.-Pädagogin
Telefon: 0431 6666 79-19
Kontakt

Lorenzo, Emma und Emily vom Jugendrat des Kinderschutzbundes

Jugendrat startet Online-Befragung

Der Jugendrat des Kinderschutzbundes Landesverband Schleswig-Holstein startet am Dienstag, 23. Juni, seine Online-Befragung „Jugend SH 2020“ junger Menschen im Alter von 14 bis 19 Jahren zu den Themen Beteiligung, Homeschooling und zu ihrer Lebenssituation. Damit möchte der Jugendrat direkt mit Jugendlichen in den Kontakt gehen und sich einen Überblick zur aktuellen Befindlichkeit von Jugendlichen in Schleswig-Holstein verschaffen.

Die Befragung läuft noch bis zum 09.08.2020.

Hier geht's zur anonymen Online-Befragung: www.soscisurvey.de/jugendsh2020