20.09.2018 12:27

Weltkindertag 20.09.2018

Einweihung Platz der Kinderrechte in Elmshorn

Erster Platz der Kinderrechte in Schleswig-Holstein

KIEL/ELMSHORN Am heutigen Weltkindertag (20.09.2018) wurde der erste Platz der Kinderrechte in Schleswig-Holstein eingeweiht. Gemeinsam eröffneten Bürgermeister Volker Hatje, DKSB-Ortsverbandvorsitzende Elke-Maria Lutz, DKSB-Landesvorsitzende Irene Johns und DKSB-Bundesgeschäftsführerin Cordula Lasner-Tietze den „Platz der Kinderrechte“ in Elmshorn.
Der Elmshorner Bürgermeister Volker Hatje begründete diesen Schritt der Stadt und ihrer Gremien mit Blick auf die Bedeutung der Kinderrechte für Elmshorn. Er sagte: „Als Lobby für Kinder setzt sich der Kinderschutzbund Elmshorn seit zwölf Jahren vehement dafür ein, dass die Kinderrechte im Alltag umgesetzt und im Grundgesetz verankert werden und dadurch bindend sind. Mit der Zusatzbezeichnung des Alten Marktes als ‚Platz der Kinderrechte‘ ist ein starkes Zeichen für die Kinder in der Stadt gesetzt und der bei Kindern beliebte Bereich im Herzen der Stadt ist genau der richtige Platz dafür.“

Auf Initiative des Kinderschutzbundes hat die Stadt Elmshorn mit ihren politischen Gremien sowie der Verwaltung im April 2018 die Einrichtung des „Platzes der Kinderrechte“ beschlossen. Somit war der Weg frei für den ersten Platz der Kinderrechte in Schleswig-Holstein, der heute mit einem fröhlich-lauten Kinderfest vor der Nikolaikirche eingeweiht wurde. Lautstark warben Kinder aus der Kita am Rethfelder Ring und der Grundschule Kaltenweide und weitere Anwesende mit Trillerpfeifen für die Umsetzung der Kinderrechte.

„Ein Platz für Kinderrechte ist ein gutes Zeichen dafür, wie ernst eine Stadt die Rechte der Kinder und deren Umsetzung nimmt. Wir danken der Stadt Elmshorn und hoffen, dass viele weitere Kommunen in Schleswig-Holstein dem Beispiel folgen werden“, sagte Irene Johns, Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes in Schleswig-Holstein. Bundesweit die ersten beiden Plätze der Kinderrechte sind in den letzten zwölf Monaten in Höhr-Grenzhausen und Mainz (beide Rheinland-Pfalz) eingeweiht worden, die Kinderrechte wurden dort im Jahr 2000 in die Landesverfassung aufgenommen. „Somit gehört Schleswig-Holstein nicht nur mit der Aufnahme der Kinderrechte in die Landesverfassung 2010 zu den bundesweiten Vorreitern[1], sondern jetzt auch mit der Umsetzung des bundesweiten Kinderschutzbund-Konzeptes ein ‚Platz der Kinderrechte‘ “, freute sich Irene Johns über den engagierten Einsatz für die Kinderrechte in Elmshorn.

„Wir sind stolz, dass wir in Elmshorn als jüngster Kinderschutzbund in Schleswig-Holsteinden ersten Platz der Kinderrechte in Schleswig-Holstein initiiert haben und unsere Stadt für die Idee begeistern konnten. Wir werden diesen Platz im Herzen der Stadt immer wieder für Aktionen nutzen, die auf die Kinderrechte hinweisen. Alle Kinder in Elmshorn haben ab sofort die Möglichkeit, sich beim Ortsverband des Kinderschutzbundes zu Verletzungen ihrer Rechte beraten zu lassen; auch die Kita Rethfelder Ring oder den Kinder- und Jugendbeirat der Stadt können sie dazu aufsuchen. Wenn endlich tatsächlich die Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden, dann werden wir das auf diesem Platz feiern.”

„Wir freuen uns, dass nach Rheinland-Pfalz nun auch in Schleswig-Holstein die Initiative des Kinderschutzbundes für einen Platz der Kinderrechte gestartet wurde. Der Bundesverband des Deutschen Kinderschutzbundes gratuliert der Stadt Elmshorn und auch dem DKSB-Ortsverband“, unterstrich Cordula Lasner-Tietze. „Auch symbolische Schritte wie die Einweihung des Platzes für Kinderrechte hier in Elmshorn tragen erheblich dazu bei, das Bewusstsein für die Kinderrechte in die Gesellschaft zu tragen. Ihre Umsetzung ist bereits unmittelbar vor der eigenen Haustür, in der Kommune, spürbar. Gleichzeitig unterstreichen wir am heutigen Weltkindertag mit der Einweihung des Platzes der Kinderrechte die Notwendigkeit, die Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen“, führte die Bundesgeschäftsführerin weiter aus.

Während des Festaktes stürmten Kinder aus der Kita am Rethfelder Ring die Festbühne und stellten Kinderrechte szenisch dar. Der Chor der Grundschule Kaltenweide zeigte Ausschnitte aus dem Kinderrechtemusical „Jedes Kind hat eine Stimme“. In einer „Kinderschutzrunde“ erläuterten Irene Johns, Elke-Maria Lutz und Cordula Lasner-Tietze die Bedeutung der Kinderrechte. Schließlich schlossen der Kinder- und Jugendbeirat Elmshorn, die Kita am Rethfelder Ring und der Kinderschutzbund Elmshorn einen Kooperationsvertrag, um Kinder über Kinderrechte im Alltag zu beraten.



[1] Inzwischen haben alle Bundesländer außer Hessen und Hamburg die Kinderrechte in ihre Verfassung aufgenommen. Nachtrag nach der Landtagswahl in Hessen, Oktober 2018: Eine klare Mehrheit der hessischen Wählerinnen und Wähler hat sich für die Aufnahme der Kinderrechte in die Landesverfassung ausgesprochen.


Kinder der Kita am Rethfelder Ring und von links Irene Johns, Cordula Lasner-Zietze, Elke-Maria Lutz, Volker Hatje

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