13.04.2016 08:33

Plakatwettbewerb

Siegerehrung landesweiter Plakatwettbewerb

Kinder als Experten in eigener Sache: „Wir machen uns stark für das Kinder- und Jugendtelefon“

KIEL "Wir machen uns stark fürs Kinder- und Jugendtelefon!“ – über 400 Schülerinnen und Schüler aus 29 Klassen in Schleswig-Holstein der Klassenstufen 5-7 beteiligten sich mit 70 Entwürfen am Plakatwettbewerb des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein. Ziel war das Kinder- und Jugendtelefon der „Nummer gegen Kummer“ in dieser Altersgruppe noch bekannter zu machen. Die Schirmherrin des Wettbewerbs, die Sozialministerin des Landes Schleswig-Holstein Kristin Alheit, überreichte heute (13. April 2016) zusammen mit der Landesvorsitzenden des Kinderschutzbundes, Irene Johns, und dem Bundesvorsitzenden von Nummer gegen Kummer e.V., Klaus Hoppe, jeweils einen Scheck in Höhe von 500 Euro an die drei Preisträger: Sönke Nissen Gemeinschaftsschule Glinde, Klasse 7 C, Gemeinschaftsschule Bredstedt, Klasse 7, Richard-Hallmann-Schule Trappenkamp, Klasse 5  An der Preisverleihung nahmen rund 90  Schülerinnen und Schüler teil, fast alle teilnehmenden Klassen waren vertreten. Gestiftet wurde der Geldpreis von der Autokraft  GmbH, in deren Räumlichkeiten in Kiel-Wellsee die Preisverleihung stattfand.

„Wenn Kinder andere Kinder motivieren, klappt das oft am besten. Beim Plakatwettbewerb haben wir viele gute Beispiele gesehen und uns über tolle Ideen  gefreut. Leider können wir nicht alle auszeichnen“, sagte Sozialministerin Kristin Alheit. „Die Entwürfe sind der beste Weg, um dem Kinder- und Jugendtelefon noch mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Ein Beratungsangebot für Jugendliche – das kann bei vielen Problemen ein entscheidender erster Schritt sein.“

Irene Johns sagte: „24.000 Anrufe pro Jahr zeigen den großen Bedarf. Und gleichzeitig muss jede Schülergeneration neu angesprochen werden. Am besten erreichen wir Kinder und Jugendliche, indem wir sie direkt fragen. Und die Plakatentwürfe zeigen, das war der richtige Weg. Auch in der Jurysitzung haben uns die jugendlichen Jurymitglieder bestätigt, dass die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen mehr sein muss als nur ein abstraktes Kinderrecht. Das Ergebnis, die drei Siegerplakate, werden schon bald in Schulen, in Sportvereinen und dankenswerter Weise in den Bussen der Autokraft für das Kinder- und Jugendtelefon werben.“

Klaus Hoppe sagte: „Es ist immer wieder erstaunlich, zu welchen Leistungen Jugendliche fähig sind, wenn man ihnen die Möglichkeit dazu gibt. Mein Dank gilt allen beteiligten Schülerinnen und Schülern, die diese für uns alle, glaube ich, erstaunlichen, überraschenden und beeindruckenden Leistungen vollbracht haben. Mein Dank geht aber auch an die verantwortlichen Lehrkräfte der beteiligten Klassen. Die Unterstützung einer solchen Aktion ist nicht selbstverständlich, sondern erfordert zusätzliche Arbeit und Engagement! Das Kinder- und Jugendtelefon der „Nummer gegen Kummer“ ist auch heute noch das größte telefonische, anonyme Hilfeangebot – im Zeitalter der mobilen Telefone mehr denn je – das eine leicht erreichbare und bundesweit kostenlose Hilfe gewährleistet. Mein Dank gilt aber vor allem auch dem Deutschen Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein, der die „Nummer gegen Kummer“ mit diesem ganz besonderen Projekt unterstützt. Die Bekanntheit unseres bundesweiten Angebotes ist mit dem Plakatwettbewerb bei vielen Kindern und Jugendlichen in Schleswig-Holstein gestiegen.“

Die Autokraft GmbH nimmt mir ihrer Unterstützung der Aktion ihre gesellschaftliche Verantwortung in Schleswig-Holstein wahr. Sven Thomsen, Niederlassungsleiter von Autokraft in Kiel, sagte: „Ich freue mich, dass wir heute Gastgeber der Preisverleihung sein dürfen. Jeden Tag sind Schülerinnen und Schüler im ganzen Land mit unseren Bussen unterwegs. Das Kinder- und Jugendtelefon ist eine sehr wichtige Einrichtung, die wir mit dem Aushang der Gewinner-Plakate in unseren Bussen gerne unterstützen.“

„Wir machen uns stark für das Kinder- und Jugendtelefon“ ist der erste Plakatwettbewerb des Kinder- und Jugendtelefons in Schleswig-Holstein. Der Landesverband des Kinderschutzbundes in Schleswig-Holstein, der die Landesarbeitsgemeinschaft der vier Standorte Bargteheide, Kiel, Lübeck und Neumünster des Kinder- und Jugendtelefons im Land koordiniert, hatte zu dem Plakatwettbewerb in den Schulen des Landes aufgerufen. Das Bildungsministerium des Landes hatte die Aktion mit einem Aufruf zum Mitmachen in „Schule aktuell“, dem Mitteilungsblatt des Ministeriums für Lehreinnen und Lehrer, unterstützt. Eine Jury wählte zu Beginn des neuen Jahres die besten Entwürfe aus. Die Motive  der Preisträger werden als Plakate und Flyer gedruckt und in ganz Schleswig-Holstein als Werbeträger für das Kinder und Jugendtelefon der „Nummer gegen Kummer“ eingesetzt. Weiterer Ansporn war der Gewinn eines von drei Wertgutscheinen für die Klasse in Höhe von 500 Euro. Der Wettbewerb stand  unter der Schirmherrschaft der Sozialministerin des Landes Schleswig-Holstein, Kristin Alheit, sie war außerdem Mitglied der Jury. Weitere Mitglieder der Jury waren: Irene Johns, Landesvorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes in Schleswig Holstein e.V., Klaus Hoppe, Vorsitzender von Nummer gegen Kummer e.V., Hans Stäcker, Vertreter des Ministeriums für Schule und Berufsbildung, Sven Thomsen, Autokraft GmbH, Kooperationspartner des Wettbewerbs, Ilka Johannsen, Sportjugend Schleswig Holstein, VertreterInnen der Schülerschaft: Marie Schneider (Landesschülervertretung) und Schülerinnen und Schüler der Klaus- Groth-Gemeinschaftsschule in Kiel : Lilly Schlenter und Cherin Piechota (Klasse 6), Joshua Hörchner (Klasse 8), Freya Jessen(Klasse 10) und des Hans- Geiger- Gymnasiums in Kiel: Emma Gatena, Lilly Seusing und Ewin Abdi (Klasse 9).

 

                                                                                                                                                              13. April 2016

 

Für Kinder und Jugendliche ist die Nummer gegen Kummer kostenfrei und anonym unter 116111 montags bis freitags von 14 bis 20 Uhr zu erreichen. Wer lieber mit Gleichaltrigen über seine Sorgen spricht, sollte samstags von 14 bis 20 Uhr anrufen, wenn das Kinder- und Jugendtelefon mit jugendlichen Beratern besetzt ist. Darüber hinaus ist die altbekannte Rufnummer 0800-111 0 333 weiterhin bundesweit zu erreichen. Für die anonyme em@il-Beratung können sich Jungen und Mädchen auf der Internetseite von Nummer gegen Kummer e.V. www.nummergegenkummer.de einen Zugang einrichten.


Sozialministerin Kristin Alheit und Irene Johns präsentieren mit drei Vertreterinnen der Siegerklasse Gemeinschaftsschule Sönke Rixen (Glinde) eins der drei Siegerplakate

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