18.06.2015 12:50

Neues Hundegesetz

Neues Gesetz über das Halten von Hunden

Gemeinden, Städte und Versicherungen sollen Gestaltungsspielraum nutzen 

 

KIEL Der schleswig-holsteinische Landtag hat gestern ein neues Gesetz über das Halten von Hunden beschlossen. Das bisherige Konzept der Liste mit gefährlichen Hunderassen gibt es nun nicht mehr. Vielmehr müssen Halter von auffällig gewordenen Hunden den Nachweis über ihre Sachkenntnis erbringen.  Irene Johns, Vorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes in Schleswig-Holstein, erklärt dazu: „Wir appellieren an die Gemeinden und Städte, jetzt, bevor das neue Gesetz im Januar 2016 in Kraft tritt, ihren Gestaltungsspielraum nutzen. Beispielsweise könnten sie den Hundehaltern, die freiwillig ihre Sachkenntnis in Theorie und Praxis nachweisen, einen Teil der Hundesteuer erlassen. Die Versicherungen haben die Möglichkeit bei der Haftpflichtversicherung für den Hund genauso zu verfahren.

Gleichzeitig  sollten die Gemeinden und Städte ihre Bürgerinnen und Bürger darüber informieren, was sie selbst tun können. Ein Bürger sollte sich jederzeit an die Behörde wenden, wenn ihm auffällt, dass ein Halter seinen Hund nicht sachgerecht erzieht oder ein Hund streunt und aggressiv ist oder andere Hunde oder gar Menschen bedroht. So können diese Hunde – und ihre Halter - rechtzeitig, also bevor ein Kind verletzt wird, bekannt und die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden. Vor allem kleinere Kinder brauchen unseren besonderen Schutz, denn sie sind mit der Schnauze des Hundes auf Augenhöhe.“



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