14.04.2014 10:45

Mitgliederversammlung

Zukunftsfähiger Kinderschutz

Deutscher Kinderschutzbund Schleswig-Holstein:

Wiedergewählter Vorstand setzt sich für zukunftsfähigen Kinderschutz ein

 KIEL Die Mitgliederversammlung des Deutschen Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein bestätigte am vergangenen Freitag (11.04.14) den Vorstand in seinem Amt. Einziger Neuzugang ist der Geschäftsführer des Kreisverbands Ostholstein Martin Liegmann. Der 51-Jährige löst als stellvertretender Vorsitzender Bernd Heinemann ab. Nach 20 Jahren als Vorsitzender, bzw. stellvertretender Vorsitzender stellte sich der 66jährige Heinemann nicht mehr zur Wahl. „Wenn es jemand ernst meint mit dem Kinderschutz, dann er“, verabschiedete die Landesvorsitzende Irene Johns ihren langjährigen Wegbegleiter und Träger der goldenen Ehrennadel des Bundesverbandes des DKSB. „Er hatein Herz für Benachteiligte, für Kinder, die unserer Unterstützung wirklich bedürfen. Und er hat das sozialpädagogische wie auch finanzwirtschaftliche Fachwissen, um diese Hilfe praxisorientiert umzusetzen“, so Johns. Damit habe er maßgeblich zum erfolgreichen Wirken des Kinderschutzbundes in Schleswig-Holstein beigetragen und werde es glücklicherweise auch weiter tun: als Geschäftsführer der Kinderschutz Segeberg gGmbH.

„So stehen wir heute da“, konstatierte Johns im Rückblick auf die letzten Jahre. „Der Kinderschutzbund ist in Schleswig-Holstein fest verankert – ein guter Name – ein guter Partner und ein starker Verbündeter, wenn es um den Schutz von Kindern geht“, betonte die Landesvorsitzende.

 Damit das auch in Zukunft so bleibt, brachte Irene Johns in der Landesmitgliederversammlung ein zentrales Thema zur Sprache – den Kinderschutz im demografischen Wandel. „Die demografische Entwicklung und die daraus resultierenden veränderten Lebensbedingungen von Kindern und Familien verlangen, dass auch der Kinderschutzbund seine Konzepte auf ihre Zukunftsfähigkeit hin überprüft“, stellte die Landesvorsitzende Irene Johns fest. „Die Frage ist, wie Kinderschutz auf dem Land und in der Stadt zukünftig aussehen muss. Denn selbst wenn Schutz, Förderung, Unterstützung und Beteiligung auch in zehn oder zwanzig Jahren noch immer unsere Kernthemen sein werden, müssen unsere Hilfskonzepte den veränderten Lebensbedingungen kontinuierlich angepasst werden. Das sind die neuen Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen. Und genau das tun wir“, erklärte Johns.

Die Zeit läuft. Bereits 2030 wird in Schleswig-Holstein jeder zweite älter als fünfzig Jahre sein. Bis 2025 wird die Anzahl junger Menschen bis 27 Jahre in Schleswig-Holstein um rund 20 Prozent zurückgehen – in einigen ländlichen Räumen wird nach heutiger Vorausschätzung die Zahl von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren um 35 bis 40 Prozent abnehmen.

Der Deutsche Kinderschutzbund Schleswig-Holstein hat deshalb eine Projektgruppe ins Leben gerufen, die sich gezielt mit den Auswirkungen des demografischen Wandels für Kinder und Jugendliche und damit auch für den Kinderschutz auseinandersetzt. So sollen  Handlungsgrundlagen und Konzepte überprüft und weiterentwickelt werden, die der Arbeit des Kinderschutzbundes eine zukunftsfähige Basis bieten. Dem Kinderschutz im ländlichen Raum wird dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt.  „Auf dem Land besteht schon jetzt die Gefahr, dass die soziale Infrastruktur als Folge der demografischen Veränderungen wegbricht“, erklärte Irene Johns. „Dabei sollte vor allem hier im ländlich geprägten Schleswig-Holstein darauf geachtet werden, dass ein Rückgang der absoluten Anzahl von Kindern nicht automatisch zu Einsparungen bei der Kinder- und Jugendhilfe führt. Stattdessen sollte mit den Ressourcen die Qualität und Flexibilität den neuen Anforderungen entsprechend gesteigert werden“, forderte Johns.

 Nach den Neuwahlen setzt sich der Vorstand des DKSB SH wie folgt zusammen:

Landesvorsitzende: Irene Johns

stellv. Landesvorsitzende: Ingo Loeding, Martin Liegmann

Schatzmeister: Hans-Joachim Gorsulowsky

Schriftführerin: Regina Müller-Kronbügel

weitere Mitglieder: Roland Greykowski, Nicola Leuschner, Friedrich Theurer

Kassenprüferinnen: Heidi Feilke und Sabine Rohloff.

Der Deutsche Kinderschutzbund Schleswig-Holstein ist die politisch unabhängige Lobby für Kinder. Er tritt für die Rechte und das Wohlergehen der Kinder ein. In Schleswig-Holstein engagieren sich im Kinderschutzbund über 3000 Mitglieder in 28 Orts- und Kreisverbänden.


Im Amt bestätigt (von links): Friedrich Theurer, Hans-Joachim Gorsulowsky, Regina Müller-Kronbügel, Roland Greykowski, Irene Johns, Martin Liegmann, Nicola Leuschner. Nicht auf dem Bild: Ingo Loeding

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