27.04.2017 20:22

DKSB LV SH

Landesmitgliederversammlung - Vorstand im Amt bestätigt

Kinder stärken – Kinderrechte ins Grundgesetz

 

KIEL. Die Landesmitgliederversammlung des Deutschen Kinderschutzbundes in Schleswig-Holstein wählte turnusgemäß seinen Vorstand. Alle bisherigen Vorstandsmitglieder wurden in ihrem Amt bestätigt: Irene Johns (Vorsitzende, Ortsverband Kiel), Ingo Loeding (Stellvertretender Vorsitzender, Kreisverband Stormarn), Martin Liegmann (Stellvertretender Vorsitzender, Kreisverband Ostholstein), Hans-Joachim Gorsulowsky (Schatzmeister, Ortsverband Kiel), Regina Müller-Kronbügel (Schriftführerin, Ortsverband Neumünster), weitere Mitglieder des Vorstandes: Friedrich Theurer (Ortsverband Heide), Nicola Leuschner (Ortsverband Lübeck), Anke Dold (Ortsverband Flensburg), neu in den Landesvorstand wurde gewählt Werner Klein (Einzelmitglied im Landesverband). Die Landesmitgliederversammlung entschied sich für Heidi Feilke (Ortsverband Eutin) und Janine Almeroth (Kreisverband Plön) als Kassenprüferinnen.

 

Die Verwirklichung der Kinderrechte bildete den inhaltlichen Schwerpunkt der Mitgliederversammlung. Zwar sind die UN-Kinderrechte seit 1992 in Deutschland geltendes Recht – aber die vollständige Umsetzung fehlt bis heute. Nach Auffassung des Deutschen Kinderschutzbundes und weiterer namhafter Partnerorganisationen des Aktionsbündnisses „Kinderrechte ins Grundgesetz“ werden die Kinderrechte nur über die Aufnahme ins Grundgesetz deutlich gestärkt werden können. Die fehlende konsequente Umsetzung der Kinderrechte führt zu gravierenden Benachteiligungen der Kinder und Jugendlichen. Für die Kinderschützer geht es vor allem um die Chancengerechtigkeit in der Bildung, die dringend notwendige Absenkung der Kinderarmut und das Recht auf Beteiligung.

 

„Wir haben zur bevorstehenden Landtagswahl unsere elementaren Forderungen in Wahlprüfsteinen zusammengefasst und die zur Wahl stehenden Parteien dazu befragt. Aus den Antworten lesen wir u.a. ab: Wir müssen noch mehr für unsere Einschätzung werben, dass die Kinderrechte ins Grundgesetz gehören. Im Grundgesetz verankerte Kinderrechte sorgen dafür, dass bei allen die Interessen und Rechte der Kinder und Jugendlichen betreffenden staatlichen Handlungen und Entscheidungen das Wohl des Kindes vorrangig berücksichtigt werden muss“, erklärt Irene Johns.

 

Die Mitgliederversammlung beschloss daher einstimmig, die Kampagne „Kinderrechte umsetzen – kinderleicht!“ zum diesjährigen Weltkindertag am 20. September unter die Überschrift „Kinderrechte ins Grundgesetz!“ zu stellen. Der Kinderschutzbund in Schleswig-Holstein wird mit Aktionen dieser Forderung Nachdruck verleihen und die Vorteile durch die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz für Kinder, Jugendliche und die Gesellschaft insgesamt erklären. Neue Wege für mehr öffentliche Wahrnehmung der Kinderrechte geht auch der Kinderschutzbund in Rheinland-Pfalz, Vorstandsmitglied Joachim Türk stellte den Mitgliedern das Konzept für „Platz / Straße der Kinderrechte“ vor.

 

„Wir starten also in das ´Jahr der Kinderrechte`, denn wir werden uns natürlich auch über den Weltkindertag hinaus für die tatsächliche Verwirklichung der Kinderrechte mit bestehenden und neuen Projekten und Aktionen einsetzen“, kündigt die Landesvorsitzende an.


Vorstand (von links): Nicola Leuschner, Irene Johns, Ingo Loeding, Regina Müller-Kronbügel, Friedrich Theurer, Hans-Joachim Gorsulowsky; nicht im Bild: Martin Liegmann, Anke Dold, Werner Klein
Joachim Türk (DKSB Rheinland-Pfalz) und Irene Johns (DKSB LV SH)

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