30.05.2013 23:00

Kinderschutzbericht

Pressemitteilung

 

Kinderschutzbericht mit Schwerpunkt Frühe Hilfen: Es bleibt viel zu tun!


KIEL Die Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein Irene Johns mahnte in Bezug auf die Veröffentlichung des Kinderschutzberichtes mit Schwerpunkt Frühe Hilfen heute im Landtag dazu, jetzt nicht nachzulassen. „Trotz der positiven Tendenz dürfen wir nicht vergessen, dass wird erst am Anfang stehen. Schleswig-Holstein ist zwar im Bundesvergleich bei den Frühen Hilfen schon ganz gut aufgestellt, doch trotz alle dem sind die Hilfeanfragen bei den Kinderschutzeinrichtungen in den letzten zehn Jahren um fünfzig Prozent gestiegen. Deshalb ist es wichtig, dass die Hilfsmittel auch wirklich dort ankommen, wo sie dringend gebraucht werden. Der stete Ausbau eines umfassenden, leicht zugänglichen Netzwerkes mit Beratungsfachkräften, Familienhebammen, ehrenamtlichen Familienpaten u.a. muss vorangetrieben werden, um Eltern von Anfang an in der Erziehung Unterstützung und Orientierung bieten zu können. Erzieherische Kompetenz ist schließlich nicht angeboren, sie muss erworben werden – hier setzen Frühe Hilfen an. Durch sie können wir ein gesundes und gewaltfreies Aufwachsen gewährleisten und damit die Rechte der Kinder auf Schutz, Förderung und Teilhabe sichern“, erinnerte Johns in Kiel.

Frühe Hilfen umfassen lokale und regionale Hilfsnetzwerke mit koordinierten Angeboten für Eltern und Kinder ab Beginn der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren mit einem Schwerpunkt auf der Altersgruppe der 0- bis 3-Jährigen. Sie sind mit dem neuen Bundeskinderschutzgesetz, das am 01.01.2012 in Kraft getreten ist, noch einmal gestärkt worden. In Schleswig-Holstein erfolgt seitdem der Ausbau Früher Hilfen. Für den Förderzeitraum 01.10.2012 – 30.06.2014 stehen insgesamt rund 2,9 Millionen Euro für die Weiterentwicklung der Kinderschutz-Netzwerke, die Stärkung von Familienhebammen und vergleichbaren Berufsgruppen aus dem Gesundheitsbereich, sowie für den Aus- und Aufbau ehrenamtlicher Strukturen zur Verfügung. Bislang wurden Mittel in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro für Projekte der Kommunen nach dem Bundeskinderschutzgesetz bewilligt.

Der Kinderschutzbund in Schleswig-Holstein ist bereits seit dem Jahr 2000 im Bereich der Frühen Hilfen aktiv.



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