15.11.2014 11:40

Kinderrechte ins Grundgesetz

Kinderschutzbund Schleswig-Holstein: Kinderrechte konsequent umsetzen

 

Kiel, 14. November 2014. Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) Schleswig-Holstein fordert zum Internationalen Tag der Kinderrechte am 20. November, die Kinderrechte konsequent umzusetzen und endlich im Grundgesetz zu verankern.

Vor genau 25 Jahren hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Übereinkommen über die Rechte des Kindes, kurz UN-Kinderrechtskonvention, angenommen. „Auch Deutschland hat 1992 unterzeichnet. Doch seitdem ist nicht genug passiert“, kritisiert Irene Johns, Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes. „Noch immer sind Chancenungleichheiten in der Bildung, der Gesundheit oder mangelnde gesellschaftliche Teilhabe für viele Kinder alltäglich.“

Der Kinderschutzbund Schleswig-Holstein fordert daher, die Kinderrechte in Deutschland ins Grundgesetz aufzunehmen und in der Praxis konsequent umzusetzen. Die UN-Kinderrechtskonvention sichert allen Kindern das Recht auf Entwicklung, Schutz, Förderung, Bildung und Beteiligung über alle sozialen, kulturellen, ethnischen oder religiösen Unterschiede hinweg zu. Neben den Eltern ist auch die staatliche Gemeinschaft für die Verwirklichung der Kinderrechte verantwortlich.

„Die Kinderrechte müssen endlich im Grundgesetz verankert werden. Nur so werden die Interessen der Kinder in Gesellschaft, Politik und Verwaltung berücksichtigt und umgesetzt“, so Irene Johns.

Der Deutsche Kinderschutzbund hat in seinem Kinderpolitischen Programm alle gesellschaftlichen Bereiche und Themen benannt, in denen Nachbesserungsbedarf besteht. Zu den Forderungen gehören, dass die Partizipation in Kindertagesstätten, Schulen und weiteren Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe ermöglicht wird. „Die Partizipation von Kindern ist nicht nur ein (gesetzlich) verankertes Recht, sondern sie ist eine Chance für unsere Gesellschaft, die von großem Nutzen für unsere Demokratie und Gesellschaft sein kann – wenn sie denn nicht nur rechtlich geregelt, sondern konsequent umgesetzt und gelebt wird“, so Irene Johns weiter. Auch in der Umsetzung des Paragraf 47f der Gemeindeordnung sei noch viel Entwicklungspotenzial.



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