27.04.2012 10:00

Kinderküche auf Tour

„Kinderküche auf Tour“
Gütezeichen Schleswig-Holstein - gemeinsam für eine gesunde Ernährung

Heute werden die 23 Schüler der Vorstadtschule Ratzeburg die Ärmel hochkrempeln und elf verschiedene Kartoffelsorten auf dem Betrieb von Volker und Bettina Greve, Schmilau, anpflanzen. Viele junge Menschen haben den Bezug zu Lebensmitteln verloren. Sie wissen nicht mehr, wie die Produkte, die sie auf dem Teller haben, ursprünglich ausgesehen haben, wo sie wachsen, wie sie wachsen und was getan werden muss, damit sie überhaupt wachsen, wann sie geerntet werden können. Auch wie man sie am besten lagert, damit sie lange frisch und genießbar bleiben und am Ende zu einer schmackhaften, gesunden Mahlzeit zubereitet werden können wissen die wenigsten. Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein und der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein möchten die Kinder mit diesem Kartoffelprojekt wieder an die landwirtschaftlichen Produkte aus der Region heranführen und möchten ihnen zeigen, dass man mit relativ einfachen Mitteln kostengünstig ein gesundes, leckeres Essen zubereiten kann.
Das Projekt umfasst eine ganze Vegetationsperiode von Kartoffeln. Die Kinder begleiten den Erdapfel von der Pflanzung über das Wachstum bis hin zur Ernte. Heute werden die Schüler aktuelle Kartoffelsorten aber auch alte, teils in Vergessenheit geratene Sorten pflanzen. Die unterschiedlichen Sorten werden ganz verschiedene Eigenschaften haben. Es werden sowohl frühe wie auch späte dabei sein, mehlige und festkochende, gelbfleischige und rote, längliche und die bekannten ovalen.
Anfang Juni werden die Kinder den Bestand noch einmal besuchen und einen Gesundheitscheck der Pflanzen durchführen. Ausgestattet mit Lupen werden sie nach Schädlingen und Nützlingen suchen und sich über das Wachstum der Kartoffeln informieren. Ende Juni dann werden die ersten Frühkartoffeln von den Kindern geerntet, selbstverständlich mit der Hand! Im September folgen die späten und alten Sorten.

Die Erfahrungen, die die Schüler sammeln, werden in den Schulunterricht mit eingebunden und ergänzt. Wenn alle Kartoffeln geerntet sind, wird Volker Greve diese auf seinem Hof lagern, damit die Kinder sich über das ganze Jahr mit ihren Kartoffeln versorgen können. Im Oktober werden die Schüler unter fachkundiger Anleitung der Mitarbeiter/-innen der „Kinderküche auf Tour“ die Kartoffeln zubereiten. Die „Kinderküche auf Tour“ zeigt den Kindern, dass man aus Kartoffeln weit mehr und vor allem weit Gesünderes machen kann als Chips – und was sogar noch lecker schmeckt. Vermitteln, wie einfach und kostengünstig es sein kann, ein gesundes Mittagessen auf den
Tisch zu bringen – das ist das Ziel der "Kinderküche auf Tour“. Das Problem: Vielen Eltern fehlt die Fähigkeit, eine gesunde Mahlzeit zuzubereiten. Auch fehlt vielen das Bewusstsein, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung ist. Damit die Kinder trotzdem lernen, wie gesunde Ernährung „geht“ und wie schmackhaft sie ist, werden sie bei der „Kinderküche auf Tour“ selbst aktiv. Alles was zum Kochen an Zutaten und Rezepten benötigt wird, bringt die „Kinderküche auf Tour“ ganz einfach mit: Denn die Küche ist mobil, genauer gesagt ein Automobil mit großer Ladefläche und viel Inhalt. Die „Kinderküche auf Tour“ fährt seit Mitte 2010 durchs Land. Sie ist ein Projekt des Deutschen Kinderschutzbundes Landesverband Schleswig-Holstein, unterstützt von den Sparkassen im Land.

Kartoffeln, ein ursprüngliches Nahrungsmittel
Viele Verbraucher wissen kaum noch, welche Anstrengungen von den Kartoffel anbauenden Landwirten unternommen werden müssen, um qualitativ hochwertige Kartoffeln hervorzubringen. Die Kartoffel ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Verbraucher selber aus einem guten Rohprodukt relativ einfach ein gesundes, schmackhaftes Gericht herstellen können. Bei den mit dem Gütesiegel „Geprüfte Qualität aus Schleswig-Holstein“ ausgezeichneten Kartoffeln ist nicht nur die äußere Qualität wichtig, sondern gerade die inneren Werte und der Geschmack sind für die Auszeichnung ausschlaggebend. Und dafür steht das Gütezeichen der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein im Einzelnen:
Qualität – Alle Produkte erfüllen definierte analytische und sensorische Anforderungen. Die Prüfungen erfolgen mehrmals im Jahr.
Transparenz – Lebensmittel mit dem Gütezeichen unterliegen einem Qualitätssicherungssystem. So werden vom ersten Produktionsschritt bis zum Endprodukt alle Vorgänge genau dokumentiert und überdacht.
Regionalität – Für alle Produkte sind konkrete Anforderungen an die Herkunft der Rohstoffe und den Verarbeitungsstandort definiert.
Vertrauen – Die Verlässlichkeit des Gütezeichens wird durch regelmäßige und unabhängige Kontrollen der teilnehmenden Betriebe und ihrer Produkte durch akkreditierte Prüfinstitute sichergestellt.
Engagierte Betriebe – Die Teilnahme am Gütezeichen ist freiwillig und zeichnet so Betriebe mit besonderem Engagement für Qualität und Regionalität aus.
Tradition – Als erstes Qualitätszeichen Deutschlands kennzeichnet das Gütezeichen bereits seit 1965 hochwertige Produkte aus Schleswig-Holstein.
Weitere Informationen: Daniela Rixen, Pressesprecherin der Landwirtschaftskammer
Schleswig-Holstein, Telefon: 0 43 31-94 53-110, E-Mail: drixen@lksh.de 


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