26.02.2015 14:54

Kinderschutzbund fordert

Pressemitteilung Kiel, 26/02/2015

Kinderschutzbund fordert qualifizierte Hilfe für Flüchtlingskinder
KIEL Der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein begrüßt die Pläne von Ministerpräsident Torsten Albig, ab Juni 2015 zusätzlich 50 Millionen Euro für Flüchtlinge bereitzustellen und in diesem Rahmen auch 240 Lehrerstellen zur Betreuung von Flüchtlingskindern zu schaffen. „Durch die Unterstützung der Landesregierung
könnten die Kapazitäten endlich einigermaßen angepasst werden“, äußerte die Landesvorsitzende Irene Johns. Ein Hauptaugenmerk solle dabei zwingend auf der Förderung der Sprachkompetenz liegen. „Sprache ist der Schlüssel. Nur wer versteht und sich verständlich machen kann, hat eine wirkliche Chance, sich dazugehörig zu fühlen und seinen Möglichkeiten entsprechend zu entwickeln“, betont Johns. „Gerade für Flüchtlingskinder ist es wichtig, sich ausdrücken zu können und verstanden zu fühlen, um ihre Traumata aufzuarbeiten. Dazu gehört Sprachkompetenz, aber natürlich auch eine entsprechend qualifizierte Betreuung“, so die Landesvorsitzende.

Deshalb halte der DKSB-SH nicht nur die Förderung der Sprachkompetenz auch über die DaZ-Zentren („Deutsch als Zweitsprache“) hinaus für sinnvoll, wie die Zusammenarbeit der Bürgerschule in Husum und der betreuten Grundschule „Max und Milla“ in Trägerschaft des Kinderschutzbundes beispielhaft zeige. Sondern biete auch in Kooperation mit Der Paritätische Schleswig-Holstein am 26. März und 12. Juni Fortbildungen zum Thema „Traumatisierte Flüchtlingskinder in der KiTa“ sowie am 26. Juni zu „Traumatisierte Flüchtlingskinder in der Kinder- und Jugendhilfe“ an. Die Seminar-Reihe richte sich an pädagogische Fachkräfte der jeweiligen Betreuungseinrichtungen und vermittle Grundlagen über Ursachen von Trauma, Krieg und Flucht, sowie das Erkennen der Symptome von Traumata und den Einsatz von Sofort-Maßnahmen. So solle Handlungssicherheit
im Umgang mit traumatisierten Flüchtlingskindern geschaffen werden, führt Irene Johns aus.

„Nur durch ein umfassendes, fundiertes und qualifiziertes Hilfsangebot können wir gewährleisten,
dass die neu dazukommenden Kinder schnellst möglichst aufgefangen und integriert werden und damit gemäß der UN-Kinderrechte-Konvention an Schulleben und Bildung teilhaben können“, so Johns.



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