22.10.2012 16:00

Keine Entwarnung:



Pressemitteilung

Kein Grund zur Entwarnung: Der Deutsche Kinderschutzbund Schleswig-Holstein sieht trotz Rückgang der Kinderarmut Handlungsbedarf!

KIEL In der Landeshauptstadt Kiel äußerte sich heute Irene Johns, die Landesvorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein, kritisch zu den Ergebnissen der aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung zur Kinderarmut in Deutschland, laut der das Armutsrisiko für Kleinkinder in Schleswig-Holstein weiter rückläufig sei. „Die Anzahl der in Armut lebenden Kinder in Schleswig-Holstein mag marginal zurückgegangen sein - dennoch bleiben die Ergebnisse erschreckend hoch. Allein dass in Kiel und Lübeck jedes 3. Kind unter 3 Jahren in Armut lebt, zeigt den anhaltenden Handlungsbedarf für Land und Bund im Bereich Früher Hilfen und Krippenbetreuung, damit für die betroffenen Kinder das Risiko der der Beeinträchtigung von Gesundheit und Bildung minimiert wird,“ so Johns.
Der Deutsche Kinderschutzbund Schleswig-Holstein weist seit langem daraufhin, das das Aufwachsen in Armut schwerwiegende Folgen haben kann. Arme Kinder haben schlechtere Chancen auf einen guten Bildungsabschluss, sind stärker in ihrer körperlichen und gesundheitlichen Entwicklung eingeschränkt und von der sozio-kulturellen Teilhabe weitgehend ausgeschlossen. „Das bestätigt auch erneut, dass das viel diskutierte Betreuungsgeld der Bundesregierung der falsche Weg ist,“ schlussfolgerte Irene Johns, „Um der Armut von Kindern entgegen zu wirken, muss die Betreuungssituation verbessert werden, und zwar in Form von leicht zugänglicher, qualifizierter Förderung. Dies dient zum einen der Vereinbarkeit von Familien und Berufsleben und trägt zum anderen dazu bei, kindliche Entwicklungsunterschiede frühzeitig zu verringern. Nur so besteht für Betroffene eine Chance dem Teufelskreis Armut zu entkommen.“


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