28.11.2018 07:42

Jubiläum und Ehrung

Silberne Ehrennadeln des deutschen Kinderschutzbundes für Astrid Buddelmann und Marlene Theuerkorn

40 Jahre Kinderschutzbund Pinneberg

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KIEL/PINNEBERG 40 Jahre besteht der Deutsche Kinderschutzbund Ortsverband Pinneberg und feierte dieses Jubiläum gestern (27.11.2018) mit einer Feierstunde in den Räumen der Sparkasse Südholstein in Pinneberg. Im Rahmen der Feierstunde überreichten die Landesvorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) in Schleswig-Holstein, Irene Johns, gemeinsam mit dem DKSB-Präsidenten, Heinz Hilgers, die Silberne Ehrennadel des Deutschen Kinderschutzbundes an Astrid Buddelmann, DKSB-Vorsitzende in Pinneberg, und DKSB-Schatzmeisterin Marlene Theuerkorn. Irene Johns und Heinz Hilgers würdigten damit den langjährigen Einsatz für Kinder und Familien in Pinneberg.

Seit 20 Jahren führen Astrid Buddelmann und Marlene Theuerkorn gemeinsam die Geschäfte des Pinneberger Ortsverbandes. Wichtig war ihnen immer, dass Kinder eine Lobby haben und auch Eltern einen unkomplizierten Zugang zu Rat und Unterstützung für die Bewältigung ihres Elternseins finden. Wichtig ist Astrid Buddelmann und Marlene Theuerkorn, als Kinderschutzbund sichtbar und erreichbar zu sein, was mit den Räumlichkeiten in der Pinneberger Innenstadt mit den Angeboten für junge Eltern gut gelingt.

Beharrlich ergriffen beide Kinderschützerinnen mit ihren ehrenamtlichen Vorstandskolleginnen Initiative für einen Platz der Kinderrechte an einem zentralen Ort in Pinneberg. „Wir als Kinderschutzbund brauchen engagierte und couragierte Menschen vor Ort wie Astrid Buddelmann und Marlene Theuerkorn. Denn Kinder brauchen eine Lobby! Ein Platz für Kinderrechte ist ein gutes Zeichen dafür, wie ernst eine Stadt die Rechte der Kinder und deren Umsetzung nimmt. Wir danken der Stadt Pinneberg und hoffen, dass viele weitere Kommunen in Schleswig-Holstein dem Beispiel folgen werden“, sagte Irene Johns, Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes in Schleswig-Holstein. Bundesweit die ersten beiden Plätze der Kinderrechte sind in den letzten Monaten in Höhr-Grenzhausen und Mainz (beide Rheinland-Pfalz) eingeweiht worden, der jüngste Platz der Kinderrechte besteht seit dem Weltkindertag am 20.09.2018 in Elmshorn. „Somit gehört Schleswig-Holstein nicht nur mit der Aufnahme der Kinderrechte in die Landesverfassung 2010 zu den bundesweiten Vorreitern[1], sondern jetzt auch mit der Umsetzung des bundesweiten Kinderschutzbund-Konzeptes ein ‚Platz der Kinderrechte‘ “, freute sich Irene Johns über den engagierten Einsatz für die Kinderrechte in Pinneberg.

Marlene Theuerkorn betonte: „Wir als Kinderschutzbund Ortsverband Pinneberg haben der Stadt den Drosteiplatz als Platz der Kinderrechte vorgeschlagen, weil die Drostei – der historische Platz für Rechtsprechung – mit dem Rathaus gegenüber das Zentrum der Stadt bildet. Wir freuen uns sehr, dass im kommenden Jahr der Platz der Kinderrechte in Pinneberg eingeweiht werden wird. An dieser Stelle danken wir all unseren Unterstützern.“

Die Pinneberger Bürgermeisterin Urte Steinberg überbrachte zum Jubiläum den Beschluss der Stadt Pinneberg, dass ein Platz der Kinderrechte 2019, dem 30. Jubiläumsjahr der UN-Kinderrechtskonvention, in Pinneberg am Drosteiplatz eingerichtet werden wird. „Es ist eine schöne Vorstellung, dass die jungen Pinnebergerinnen und Pinneberger das Wort „Kinderrechte“ mitten in der Stadt ganz amtlich geschrieben stehen sehen. Ich hoffe, die Kinder spüren die Wertschätzung, die wir damit ausdrücken wollen. Und es gibt auch den einen oder anderen Erwachsenen, der immer einmal wieder daran erinnert werden sollte, dass Kinder über eigene Rechte verfügen.“

Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes Bundesverband, betonte in seinem Festvortrag zur Kinderarmut: „Seit Jahren heißt es, dass es den Menschen in Deutschland noch nie so gut ginge. Deutschland ist wohlhabend, das ist wahr, aber davon profitieren längst nicht alle Menschen. Arme Kinder haben zum Beispiel im deutschen Bildungssystem keine fairen Chancen. Das Bildungs- und Teilhabepaket reicht beim weitem nicht aus, um für alle Kinder gleiche Chancen auf Teilhabe zu schaffen. Deshalb wird aus steigender Kinderarmut steigende Jugendarmut, steigende Familienarmut und steigende Altersarmut. Diesen Kreislauf müssen wir endlich durchbrechen.“



[1] Inzwischen haben alle Bundesländer außer Hamburg die Kinderrechte in ihre Verfassung aufgenommen.


von links: Urte Steinberg (Bürgermeisterin), Peter Thiel (Sparkasse), Carola Schwarz, Heinz Hilgers, Marlene Theuerkorn, Astrid Buddelmann, Irene Johns (alle DKSB), Verena Mohnke (stellv. Landrätin), Christina Hilgers, Helga Murach (beide DKSB)
DKSB-Präsident Heinz Hilgers (links), Astrid Buddelmann (OV-Vorsitzende), Marlene Theuerkorn (OV-Schatzmeisterin) und Irene Johns (Landesvorsitzende)

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