01.12.2017 09:43

5. Dezember 2017 Internationaler Tag des Ehrenamtes

Bürgerschaftliches Engagement im Kinderschutzbund:

Gemeinsam eine starke Lobby für Kinder

KIEL Zum Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember 2017 erinnert Irene Johns, Vorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes Landesverband Schleswig-Holstein e.V., an die Bedeutung des Ehrenamtes für den Kinderschutz. Ein wichtiges Ziel des Kinderschutzbundes sei es, die Bedingungen für alle Kinder und ihre Familien zu verbessern. „Kinderschutz ist kein Nischenthema, sondern gehört in die Mitte der Gesellschaft. Kinderschutz muss mit anderen Bereichen verknüpft sein – Medizin, Justiz, Verwaltung, Politik, Sport und so weiter. Unsere Ehrenamtlichen und Mitglieder kommen aus der Mitte der Gesellschaft und mit ihnen können wir ein belastbares Netzwerk knüpfen, damit vor allem die schwächsten der Gesellschaft - die Kinder - vor Gewalt, Vernachlässigung, aber auch den Folgen von Armut oder Ausgrenzung geschützt werden können“, erklärt Irene Johns.

Der Deutsche Kinderschutzbund in Schleswig-Holstein hat 28 Orts- und Kreisverbände mit über 3.400 Mitgliedern. Die einzelnen Orts- und Kreisverbände sind unterschiedlich aufgestellt, manche sind Träger von Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe wie Kinderhäusern, Kindertagesstätten oder Kinderschutz-Zentren. Andere DKSB Verbände sind rein ehrenamtlich oder mit geringer hauptamtlicher Unterstützung organisiert. Jedoch überall im Kinderschutzbund gibt es Projekte, die von Ehrenamtlichen oder gemeinsam in Haupt- und Ehrenamt durchgeführt und ausschließlich oder auch durch Spenden finanziert werden.

Ehrenamtliches Engagement im Kinderschutzbund ist vielfältig: im Vorstand, bei der Hausaufgabenhilfe, als Familienpate, im Jugendhilfeausschuss oder am Beratungstelefon Nummer gegen Kummer setzen sich die Kinderschützer für Kinder und ihre Familien ein. „Ehrenamtliche packen an der Stelle an, wo Hilfe ganz konkret gebraucht wird. Beispielsweise unterstützen unsere Familienpaten die Familien in Situationen, in denen sie sich ohne diese Hilfe nicht alleine stabilisieren könnten und sie möglicherweise mit ihren individuellen Sorgen und Problemen überfordert wären. Kinder verschwinden dann meist vom „Radar“ der Erwachsenen, ihre Bedürfnisse werden nicht beachtet, sie leiden unter der instabilen Familie, fehlender Zuwendung, entstehenden Gewaltkreisläufen und somit geringeren Chancen auf eine gesunde geistige und körperliche Entwicklung“, erläutert Irene Johns. „Kinderschutz lebt vom Miteinander der Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen. Es geht aber nicht nur um praktische Hilfen, den Alltag zu bewältigen oder Förderung und Unterstützung bei den Schularbeiten. Kinderschutz ist auch politische Arbeit, Lobbyarbeit in die Gesellschaft hinein und den Kinderschutzbund als organisatorisches Dach für die Mitglieder zu gestalten. Unser Dank gilt am Internationalen Tag des Ehrenamtes vor allem unseren Ehrenamtlichen. Und wir bitten unsere Förderer und Unterstützer, den Kinderschutzbund auch in Zukunft tatkräftig zu begleiten.“

 



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