18.06.2015 13:17

3. Regionalkonferenz "Sichere Orte schaffen"

Dritte von sechs Regionalkonferenzen „Sichere Orte schaffen“

zur Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs am 18.06.2015 in Bad Segeberg

 

BAD SEGEBERG Heute (18. Juni 2015) findet in Bad Segeberg für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe aus den Kreisen Segeberg und Stormarn sowie den Städten Neumünster und Norderstedt die Regionalkonferenz „Sichere Orte schaffen“ zur Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs statt. Nach Kiel im November letzten Jahres und Heide im Februar dieses Jahres ist die dies die dritte von sechs von Sozialministerium und Kinderschutzbund Schleswig-Holstein initiierten Konferenzen.

 

Der breite gemeinsame Erfahrungsaustausch soll den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch weiter verbessern. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die vom Bundeskinderschutzgesetz geforderten Schutzkonzepte im pädagogischen Alltag nachhaltig umzusetzen sind. „Das kann am besten gelingen, wenn Kinder und Jugendliche ihre Rechte und die Beratungs- und Hilfsangebote vor Ort kennen“, so Sozialministerin Kristin Alheit.

 

Sichere Orte schaffen, das bedeutet, die Risiken in Einrichtungen zu analysieren, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu qualifizieren, offen für Beschwerden von Eltern und Kindern zu sein. Im Verdachtsfall können Handlungsleitpläne helfen. Kinder und Eltern sollten an der Erarbeitung von Schutzkonzepten beteiligt werden.

 

„Wesentliches Qualitätsmerkmal von Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und zugleich verpflichtend ist die Implementierung eines Schutzkonzeptes und Beschwerdeverfahrens. Beispiele aus der Praxis geben gute Hinweise für die Entwicklung eines Schutzkonzeptes“, erklärt Susanne Günther, Landesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein. „Der Austausch der Institutionen untereinander befördert darüber hinaus die ständige Weiterentwicklung dieser Konzepte“, so Susanne Günther weiter.

 

Mit den Fachberatungsstellen des Deutschen Kinderschutzbundes Segeberg, Stormarn und Neumünster, den Allgemeinen Sozialen Diensten dieser Kreise und Städte, der Südstormarner Vereinigung für Sozialarbeit, der Lebenshilfe Bad Segeberg, dem Kinderhaus Segeberg, der Rechtsanwalts-Praxis Illing und der Gemeinschaftsschule Neumünster Brachenfeld wird diese Veranstaltung durch viele engagierte Unterstützer getragen. Gemeinsam gestalten und prägen diese regionalen Kooperationspartner die Fachkonferenz mit.

 

18.06.2015

Hintergrundinformation:
Die Regionalkonferenzen sind eine Fortführung der Fortbildungsreihe der Landesregierung SH und dem Deutschen Kinderschutzbund zur Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs, die nach dem Bekanntwerden der Missbrauchsfälle in Bildungs- und Jugendhilfeeinrichtungen im Jahr 2010 institutionalisiert wurde. Mit unterschiedlichen Fortbildungsangeboten wurden inzwischen mehr als 2500 Fachkräfte erreicht.
Die Regionalkonferenzen wurden mit den Kinderschutz-Zentren, dem Verein Wendepunkt, dem Präventionsbüro PETZE und der Pro Familia konzipiert und werden mit vielen Trägern der freien und öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe in sechs Regionen in Schleswig-Holstein umgesetzt. Die im Flyer zur Veranstaltung am 18. Juni 2015 genannten Veranstalter, Vereine und Institutionen stehen für Rückfragen zur Verfügung.



Die Regionalkonferenzen werden wie folgt fortgesetzt:

 

16. September 2015

Regionalkonferenz für die Kreise Pinneberg

und Steinburg im Haus der Kreisverwaltung Pinneberg

9. November 2015

Regionalkonferenz für den Kreis Schleswig-Flensburg und Stadt Flensburg in Flensburg

7. März 2016 Lübeck
Abschlussveranstaltung und letzte Regionalkonferenzfür die Stadt Lübeck,
Kreise Ostholstein und Herzogtum Lauenburg

 



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