26.03.2015 15:28

Hilfe für Flüchtlinge

Kinderschutzbund im Gespräch: Hilfe für Flüchtlinge

KIEL Überall im Land tragen viele Schleswig-Holsteiner dazu bei, dass sich die Situation der Flüchtlinge verbessert. Manche Hilfen sind ganz neu, andere Konzepte sind über Jahre gewachsen und können den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. An der Bürgerschule in Husum beispielsweise arbeiten seit einigen Jahren die Schulleitung und der Deutsche Kinderschutzbund als Träger der betreuten Grundschule „Max und Milla“ vertrauensvoll und erfolgreich zusammen.

Im Rahmen seiner Sommertour 2014 besuchte Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein Torsten Albig die Bürgerschule in Husum. In Kiel lernte er im Frühjahr 2015 bei einem Besuch in der Staatskanzlei von Irene Johns, Landesvorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes, Detleff Kreutzfeld, Schulleiter der Bürgerschule Husum, und Gregor Crone, Geschäftsführer Kreisverband Kinderschutzbund Nordfriesland, das gemeinsame Konzept von Schule und Kinderschutzbund besser kennen.

Torsten Albig sagte: „Ich bin sehr froh, dass sich so viele Menschen in Schleswig-Holstein aufmachen, um den Flüchtlingen zu helfen. Die Landesregierung unterstützt diesen Elan und diese Hilfsbereitschaft. Bis zu einem Drittel der Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche. Ihnen müssen wir helfen und Unterstützung anbieten.“

Irene Johns stellte fest: „Kinder, die flüchten mussten, brauchen besondere Unterstützung und aufgrund der begrenzten Zeitfenster für bestimmte Schritte der Entwicklung von Kindern brauchen diese Kinder die Unterstützung schnell. Uns ist es wichtig, dass auch Kinder, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, oder deren Familien aus anderen Gründen aus Ländern nach Deutschland gezogen sind, die Hilfe und Unterstützung erhalten, die für sie notwendig ist.“ Nach der UN-Kinderrechtekonvention haben Kinder u.a. das Recht auf Bildung, Gesundheit und Teilhabe. Das setzt der Kinderschutzbund an vielen Stellen im Land um.

 

 

Hintergrund:  

Kinder aus 16 Nationen lernen gemeinsam an der Bürgerschule und sie und ihre Familien finden Anschluss bei „Max und Milla“. Neben den Angeboten der Grundschule, die als Förderzentrum „Deutsch als Zweitsprache“ möglich sind, geht es nach Schulschluss bei „Max und Milla“ weiter. Die Kinder werden bis 18 Uhr betreut und sprechen so den gesamten Tag deutsch. Dieses bringt den Erfolg, dass sie die Sprache schnell lernen. Die Kinder erhalten Hausaufgabenhilfe, eine warme Mahlzeit, bei der Frühbetreuung auch ein Frühstück und weitere Bildungsangebote am Nachmittag. Und es ist immer jemand für sie da. Darüber hinaus hält der Kinderschutzbund für alle 16 an der Schule vertretenen Nationalitäten Dolmetscher vor, sodass „Max und Milla“ auch im außerschulischen Bereich Ansprechpartner für die Familien der Kinder ist. Die Eltern interessieren sich für den schulischen Erfolg ihrer Kinder, weil man sich um sie und ihre Probleme kümmert. Die Eltern stehen in regem Austausch mit der Schule und der betreuten Grundschule.

DieStadt Husum nimmt viele der Flüchtlinge auf, die zurzeit in Schleswig-Holstein ankommen. Die Bürgerschule und die betreute Grundschule sind inhaltlich darauf vorbereitet, jedoch sind die Kapazitätsgrenzen schon überschritten.

 



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