16.06.2014 16:41

Bildungsbericht

Deutscher Kinderschutzbund fordert frühe Bildungschancen für alle!

KIEL In Anbetracht des deutschen Bildungsberichts 2014, demzufolge der Bildungserfolg immer noch stark von der sozialen Herkunft abhängt, mahnt der Deutsche Kinderschutzbund Schleswig-Holstein zum weiteren qualitativen Ausbau früher Hilfen und Betreuungsangebote. „Die frühkindliche Förderung ist die essentielle Grundlage für einen gleichberechtigten Bildungserfolg“ betont die Landesvorsitzende Irene Johns. „Für Kinder mit Migrationshintergrund zum Beispiel bedeutet der Besuch einer Krippengruppe häufig die einzige Möglichkeit der frühen Sprachförderung. Ohne sprachliche Kompetenz haben es Kinder später in der Schule viel schwerer und damit eine geringere Chance auf einen guten Abschluss“, so Johns.  

Auch Kinder erwerbsloser, armutsgefährdeter oder bildungsferner Eltern seien ohne frühe Förderungsmaßnahmen in ihrer Chance auf Bildungserfolg nachweislich benachteiligt.

„Der neue Bildungsbericht hat es uns erneut vor Augen geführt: Statt starker sozialer Selektion müssen wir verstärkt für Chancengleichheit sorgen – und zwar von Anfang an. Deshalb fordert der Deutsche Kinderschutzbund auch eine stärkere Verankerung der Frühen Hilfen durch Schaffung individueller Rechtsansprüche“, erläutert die Landesvorsitzende. „Außerdem müssen Krippen- und KiTaplätze endlich beitragsfrei werden, damit die Nutzung dieser Betreuungs- und Bildungsangebote auf keinen Fall am zu kleinen Geldbeutel scheitern kann. Nur so können wir erreichen, dass der „Trend zu mehr Bildung“ in unserem Land irgendwann auch wirklich alle erreicht“, sagt Irene Johns.



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