30.05.2012 10:00

Betreuungsgeld

Betreuungsgeld Trickserei zu Lasten der Kinder?

Kinderschutzbund Schleswig-Holstein erteilt Betreuungsgeld eine Absage

Der Kinderschutzbund Schleswig-Holstein lehnt die von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) geplante Einführung eines Betreuungsgeldes ab. Das Betreuungsgeld soll an Eltern gezahlt werden, die ihre Kinder nicht in eine Kinderkrippe, Kindertagesstätte oder zu einer Tagesmutter schicken. „Es ist falsch, Eltern Geld dafür zu zahlen, dass sie auf ein qualifiziertes Betreuungs- und Bildungsangebot für ihre Kinder verzichten“, erklärt Irene Johns, Vorsitzende des Kinderschutzbundes in Schleswig-Holstein. Wenn überhaupt, dann sollte das Betreuungsgeld allen Eltern gezahlt werden, so Johns. Denn wie bereits der Bundesvorsitzende des Kinderschutzbundes Heinz Hilgers gesagt habe: "Viele zahlen für einen Platz in der Kindertagesstätte hohe Gebühren und sollen nun auch noch zusätzlich bestraft werden. Das ist absurd."

Johns hält das geplante Betreuungsgeld nicht nur für falsch, sondern auch für eine finanzielle Trickserei zu Lasten der Kinder: „Das Betreuungsgeld soll kaschieren, dass nicht genügend Kita-Plätze existieren, um dem Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab August 2013 zu genügen“, sagt Johns.



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