08.07.2015 12:30

Beitragsfreie Kita

Kinderschutzbund:

Gelungener Einstieg auf dem Weg zu einer beitragsfreien und besseren Bildung 

 

KIEL Der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein begrüßt die ab 2017 geplante Einführung eines „Krippengeldes“ für Kinder unter drei Jahren in Höhe von 100 Euro, sowie die Investitionen zur Qualitätssteigerung in Kindertagesstätten. „Das ist ein gelungener Einstieg auf dem Weg zu einer beitragsfreien und besseren Bildung und damit zu mehr Chancengerechtigkeit für Kinder“, lobt die Landesvorsitzende Irene Johns. So werden junge Familien entlastet und die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleistet, das komme vor allem Familien mit geringerem Einkommen und Alleinerziehenden zugute. „Die Entwicklung und Bildung der Kinder sollte in naher Zukunft endlich nicht mehr abhängig von der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Eltern sein, genauso wenig wie von ihrem Bildungsgrad oder möglichen Migrationshintergrund“, so Johns. „Je früher ein Kind kompetent gefördert wird, desto größer sind seine Bildungschancen. Deshalb ist neben der finanziellen Entlastung die Investition in die Qualitätssteigerung der Betreuung elementar“, hebt die Landesvorsitzende hervor. Vor allem die frühzeitige Sprachförderung gleiche eventuelle Entwicklungsdefizite oder eine unter Umständen mangelnde Förderung durch die Eltern aus. Sprache sei bekanntlich der Schlüssel, um sich dazugehörig zu fühlen und sich seinen Möglichkeiten entsprechend zu entwickeln. „Deshalb ist die Aufstockung der Mittel für Sprachförderung für manche Kinder gerade zu existentiell. Sie ist ein wichtiger Schritt, um die Sprachkompetenz der Kinder weiter zu fördern und zunehmenden sprachlichen Schwächen, wie sie bei den Schuleingangsuntersuchungen immer wieder deutlich werden, entgegenzuwirken. Auf diese Weise können unterschiedliche Ausgangsbedingungen der Kinder ausgeglichen werden. Das macht die frühe Förderung zur Grundlage, um soziale Bildungsbenachteiligung zu überwinden. Die Investition in sie ist eine Investition in unsere Kinder und damit in die Zukunft Schleswig-Holsteins“, betont Irene Johns.

 



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