11.02.2013 09:00

Ausgezeichneter Abschluss

Pressemitteilung


AUSGEZEICHNETER ABSCHLUSS FÜR „AKTIVEN KINDERSCHUTZ IM SPORT“
KIEL Im Kieler Haus des Sports wird heute um 18.30 Uhr das bundesweit einmalige Modellprojekt „Aktiver Kinderschutz im Sport“ erfolgreich abgeschlossen. Ziel des Projektes war es, den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch in Sportvereinen zu verbessern. Deshalb hat der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem Landessportverband Schleswig-Holstein, gefördert vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung ein Programm entwickelt, durch das Sportvereine gezielt für das Thema „sexualisierte Gewalt und Missbrauch“ sensibilisiert werden.

Es umfasst fünf Qualifizierungsmaßnahmen, die den Verein als Ganzes erfassen sollen. Zusammen mit Vorstand und Geschäftsführung, sowie ÜbungsleiterInnen und Trainern, als auch den Kindern und Jugendlichen werden Handlungsrichtlinien und Präventionsstrategien entwickelt, die Unsicherheiten abbauen und Orientierungshilfe geben sollen. 2011/2012 haben insgesamt sechs Schleswig-Holsteinische Sportvereine dieses Programm durchlaufen.

Dafür sind sie mit dem Zertifikat „Aktiver Kinderschutz im Sport“ ausgezeichnet worden. „Das Modellprojekt geht damit zwar zu Ende, aber für den aktiven Kinderschutz im Sport bedeutet das erst den Anfang. Jetzt geht es darum, am Ball zu bleiben. Im schleswigholsteinischen Vereinssport gibt es mehr als 290 000 Kinder und Jugendliche, die wir am besten schützen, indem wir kontinuierlich im Dialog bleiben, aufklären und Hilfe zur Selbsthilfe anbieten. So kann das Zertifikat >Aktiver Kinderschutz im Sport< als anerkanntes Prüfsiegel etabliert werden – ein Prüfsiegel, das mehr Sicherheit gibt und Vertrauen schafft, “ betonte Irene Johns, Vorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes Landesverband Schleswig- Holstein. Eine entsprechende Broschüre zu den Ergebnissen und Anwendungsmöglichkeiten des Modellprojektes, die auf der Abschlussveranstaltung vorgestellt wird, ist dabei nur ein Schritt zur landesweiten Verbesserung des Kinderschutzes im Sport. "Die 2.700 Sportvereine und -verbände in Schleswig-Holstein übernehmen in vielfacher Weise Verantwortung für die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen", erklärte Jochen Tiedje, der Vorsitzende der Sportjugend im Landessportverband Schleswig-Holstein. "Die Erkenntnisse aus dem Modellprojekt ergänzen die vorhandenen Maßnahmen im Kinderschutz in idealer Weise und werden vielen Vereinen helfen, ein wirksames Präventionskonzept für ihren Verein zu entwickeln", so Tiedje weiter.
Zum Abschluss betonte Kristin Alheit, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung: „Mein Dank gilt allen Beteiligten für das erfolgreiche Projekt. Es zeigt: Aktiver Kinderschutz ist im Sport angekommen. Von der gelungenen Dokumentation können weitere Vereine profitieren und sich hilfreiche Orientierung holen“.
Die Ellerbeker Turn-Vereinigung von 1886 e. V., der Elmshorner Männer-Turnverein von 1860 e. V., die Kanu-Vereinigung Kiel e. V., der Kieler MTV von 1844 e. V., der Polizei-Sportverein Eutin von 1956 e. V. und TuS Holtenau von 1909 e. V. haben im Rahmen des Modellprojektes den Anfang gemacht, jetzt sind andere Vereine dazu aufgerufen, sich für noch mehr „Aktiven Kinderschutz im Sport“ stark zu machen.



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