20.11.2012 17:00

Polizei-Sportverein Eutin

Pressemitteilung

Ausgezeichnet im aktiven Kinderschutz! Polizei-Sportverein Eutin wird Zertifikat verliehen

EUTIN  Der Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch muss in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens gewährleistet sein – auch in Sportvereinen. Deshalb hat der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein in Kooperation mit der Sportjugend Schleswig-Holstein das Modellprojekt „Aktiver Kinderschutz im Sport“ entwickelt, in dessen Rahmen den Sportvereinen gezielt Qualifizierungen angeboten werden, um den Schutz ihrer jungen Mitglieder zu verbessern und mehr Handlungssicherheit für den Ernstfall zu erlangen. 

Heute ist in Eutin der Polizei-Sportverein Eutin von 1956 e.V. für seine erfolgreiche Teilnahme an diesem Qualifikations-Programm ausgezeichnet worden. „Es ist wichtig, die Sportvereine für das Thema des sexuellen Missbrauchs von Kindern zu sensibilisieren. Dabei müssen alle einbezogen werden - Vom Vorstand, über die Trainer bis hin zu den Mitgliedern selbst soll jeder im Verdachtsfall reagieren können. Dazu werden für die teilnehmenden Vereine individuelle Handlungs- und Präventionsstrategien entwickelt, die Unsicherheiten abbauen und Orientierungshilfe geben sollen. So kann ein Verein den Schutz seiner Kinder maßgeblich verbessern – und das ist es, was wir erreichen wollen, “ erklärte Irene Johns, Landesvorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein.

Das Zertifikat vermittelt außerdem Eltern mehr Transparenz und stärkt das Vertrauen in den Sportverein des Kindes. „Die Sportvereine und -verbände in Schleswig-Holstein übernehmen in vielfacher Weise Verantwortung für die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen. Sie engagieren sich aktiv im Kinderschutz und verbessern durch eine „Kultur des Hinsehens“ den Schutz der Kinder und Jugendlichen“, erklärte Carsten Bauer, der Geschäftsführer der Sportjugend im Landessportverband Schleswig-Holstein. Zudem verwies er darauf, dass dieses Modellprojekt ein wichtiger Baustein in ihrem Maßnahmenpaket zur weiteren Verbesserung des Kinderschutzes in den 2.700 Sportvereinen des Landes sei. Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Entwicklung eines Präventionskonzeptes sei der Sportjugend dabei besonders wichtig.

Gefördert wird das Modellprojekt zum „Aktiven Kinderschutz im Sport“ vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, dessen Referentin Andrea Wilke-Wolff sich im Namen von Ministerin Alheit für das Beispiel gebende Engagement im Kinderschutz bedankte. „Ein verantwortungsbewusster Vorstand, aktive Übungsleiter, die Beteiligung von Eltern, Kindern und Jugendlichen, gelebte Regeln: das ist vorbildliche Präventionsarbeit zur Abwehr sexueller Übergriffe, damit Kinder und Jugendliche ihren Sport, ihre Freizeit ohne Angst erleben und ihre Fähigkeiten sicher trainieren können,“ hob sie hervor.

Der Polizei-Sportverein Eutin von 1956 e.V. wurde als dritter Verein in Schleswig-Holstein mit der Auszeichnung geehrt. Im Rahmen des Projektes wurde zusammen mit den jugendlichen Mitgliedern ein Ampel-System entwickelt, das Krisensituationen vorbeugen soll. „Ich hoffe, wir schüren kein Misstrauen gegenüber den Übungsleitern und Eltern mit diesem Projekt, sondern tragen dazu bei, dass Vertrauen wächst, angemessene Aufmerksamkeit vorhanden ist und Handlungssicherheit herbeigeführt wird. Ich sehe den Kinderschutz in diesem Zusammenhang nicht nur als gefahrenabwehr, sondern als Bestandteil für die Gewährleistung einer gesunden Entwicklung von Kinder und Jugendlichen,“ betonte Eckhard Meyer, Vereinsvorsitzender des Polizei-Sportvereins Eutin.

Der PSV stellt in 15 Sparten ein breit gefächertes Sportangebot bereit, in denen sich die ca. 1750 Mitglieder sportlich betätigen können. Davon sind ca. 900 Kinder und Jugendliche, für die der Verein in vielfacher Weise Verantwortung übernimmt – der Schutz der Kinder und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt und Missbrauch gehört auf jeden Fall dazu.



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