Traumatisierte (Flüchtlings-)Kinder

Wenn Flüchtlingskinder und ihre Familien in Deutschland ankommen, ist ihre aufreibende  Flucht zwar zu Ende – die Verarbeitung des erlittenen Traumas aber beginnt erst. Beängstigende Erlebnisse, teilweise sogar Kriegserfahrungen oder auch die Trennung von einem Elternteil oder Geschwistern lasten schwer auf den Neuankömmlingen. Hinzu kommt, dass sie sich in einer fremden Umgebung und Kultur einrichten müssen - an sich schon eine immense Herausforderung, die durch fehlende Sprachkenntnisse und mangelnde finanzielle Ressourcen zusätzlich erschwert wird.

Dabei ist es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe Flüchtlingskinder und ihre Familien in Schleswig-Holstein nicht nur willkommen zu heißen, sondern sie auch angemessen und möglichst frühzeitig zu unterstützen und zu begleiten, wo es Not tut.

Traumatische Belastungen bei Kindern äußern sich in Verhaltensstörungen, denen ErzieherInnen in ihrem Alltag adäquat begegnen müssen. Oft sind die Verhaltensstörungen so gravierend, dass die Kinder einer besonderen Unterstützung bedürfen. ErzieherInnen und andere pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen brauchen vor allem Wissen über Traumata und ihre Folgen für die betroffenen Kinder. Sie sollen Sicherheit im Umgang mit traumatisierten Flüchtlingskindern gewinnen, um angemessen reagieren und entsprechende Hilfen einleiten zu können.

Themen der Fortbildung sind

Kultursensibles Handeln
  • Krieg, Flucht, Lebenswirklichkeit von Flüchtlingskindern
  • mit Kindern sprechen, mit Eltern sprechen, trotz bestehender Sprachbarrieren
  • Wirkfaktoren auf Elternseite, gute Begleitung für Eltern
Trauma
  • Grundlagen zu Traumata, neurobiologische Grundlagen
  • Was kann ein Trauma auslösen und wie zeigt sich ein Trauma?
  • Re-traumatisierung / Mittraumatisierung vermeiden
  • Schutz- und Stabilisierungsmaßnahmen
  • Grenzen von traumapädagogischem Arbeiten
  • eigenes Handeln und eigene Haltung reflektieren an Fallbeispielen aus der Praxis
    • Wie reagiere ich in einer schwierigen Situation angemessen?
    • Was brauche ich um handlungsfähig zu sein?

Ansprechpartnerin für Fragen oder für ein unverbindliches Kostenangebot für Ihre Einrichtung:
Nadine Vobbe, Tel.: 0431 6666 79-17, E-Mail: nadine.vobbe@kinderschutzbund-sh.de

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